Verkehr
21.10.2020
Von Tutzinger Liste

Breiterer Gehweg in Bahnunterführung

Vorstoß der „Tutzinger Liste“ für Heinrich-Vogl-Straße - Durchfahrtbeschränkung auf ein Auto Pressemitteilung der "Tutzinger Liste"

Die riskante Fußwegführung in der Bahnunterführung an der Heinrich-Vogl-Straße in Tutzing ist seit Jahren bekannt. Bis heute ist keine Verbesserung umgesetzt. Unser Bürgerverein hat daher mittels des von uns gestellten Gemeinderats Dr. Behrens-Ramberg das Anliegen mehrerer Bürger nach einem breiteren Gehweg direkt an den Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses (UEVA) der Gemeinde gerichtet. Unter „Verschiedenes“ hat der Ausschuß unsere Initiative am 22.09.2020 mit dem Hinweis aufgenommen, dass sich die Verwaltung der Sache annehmen wird.

Unseres Wissens hat sich der UEVA mit der Verbesserung der Fußwegführung an dieser Stelle zweimal beschäftigt. Am 27.5.2014 hat er die Verbreiterung des Gehwegs beschlossen. Am 28.10.2014 hat er diesen Beschluss aufgehoben und neu beschlossen, die verkehrliche Situation in der Unterführung an der Heinrich-Vogl-Straße beim Status Quo zu belassen. Der Ausschuss verwarf damit die Diskussion über eine teure Ampelanlage und eine neue Vorfahrtsregelung. Die Unterführung, so die Verwaltung damals, sei kein Unfallschwerpunkt, es habe keine größeren Beschwerden gegeben.

Das ist unbefriedigend und hilft denen nicht weiter, die die Gefahrensituation, insbesondere mit Kinderwagen oder Rollator, beklagen. Damit es diesmal nicht beim Status Quo bleibt, haben wir nachgefasst.

In unserem Brief vom 12.10.2020 empfehlen wir der Gemeindeverwaltung und dem UEVA, eine pragmatische und gleichzeitig kostengünstige Lösung (ohne Ampelanlage und unter Vorbehalt der Anhörung von Polizei und Landratsamt) umzusetzen wie folgt:

1. Der bestehende Gehweg wird angemessen verbreitert und verlängert.
2. Der Autoverkehr wird auf zeitgleiche Durchfahrt nur eines Fahrzeugs beschränkt. Das ist de facto schon jetzt der Fall, da die Straßenbereite keinen problemlosen Begegnungsverkehr ermöglicht und die Fahrzeuge bereits jetzt abbremsen. Hierzu braucht es nur zwei Verkehrsschilder:
Schild 308: Vorrang vor Gegenverkehr
Schild 208: Gegenverkehr Vorfahrt gewähren
3. Ein Zebrastreifen wird auf der Heinrich-Vogl-Straße aufgetragen. Dies für Fußgänger, die nach der Unterführung die Heinrich-Vogl-Straße überqueren.

Wir empfehlen, die geltende Einbahnregelung an der Unterführung Kustermannstraße nicht aufzuheben, dies entgegen eines diesbezüglichen Vorschlags. Nach Auffassung vieler Anwohner wäre diese Unterführung an der schwer überschaubaren Straßenkreuzung dann eine „enormen Gefahrenquelle“.

Von der Ostseite aus:

Riskanter Gehweg links im Bild

Heinrich-Vogl-Unterfu-hrung-TL1.jpg
Heinrich-Vogl-Unterfu-hrung-TL2.jpg

Von der Westseite aus:

Riskanter Gehweg rechts im Bild

Heinrich-Vogl-Unterfu-hrung-TL3.jpg
Heinrich-Vogl-Unterfu-hrung-TL4.jpg
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Comments

Danke Ihnen für den Austausch - um ein eventuelles Missverständnis zu vermeiden, darf ich ergänzen, dass unser Vorschlag natürlich nicht optimal ist. Unserem Vorschlag liegt aber die Annahme zugrunde, dass weder (i) eine Ampelanlage, als die beste Lösung, genauso wie in 2014 auch heute insbesondere aufgrund der Kosten noch (ii) eine Einbahnstraße, als zweitbeste Lösung, aufgrund des dortigen Verkehrsaufkommens nicht realisiert wird. Wir haben also präventiv diesen kostengünstigen Vorschlag unterbreitet, damit es für die Fußgänger nicht beim Status Quo bleibt und der Gehweg verbreitert wird - auch wenn die besten Lösungen nicht realisiert werden sollten. Die Straßenführung erlaubt im Übrigen schon heute keinen Begegnungsverkehr und führt zu den von Ihnen trefflich beschriebenen Situationen. Eine eindeutige Regelung der Vorfahrtsgewährung würde hier m.E. schon eine Verbesserung darstellen - wenigstens wäre klar gestellt, welcher der "schimpfenden Rohrspatzen" auf die Bremse hätte steigen sollen:-). Wichtig ist, dass das Problem wieder aufgenommen wurde. Mit vereinten Kräften schaffen wir diesmal bestimmt eine Verbesserung!
(Bearbeitet)
Danke für Ihre Rückmeldung - allerdings halte ich die "Vorfahrt Pfeil (rot/weiß)" nicht sinnvoll. Die Straßenführung erlaubt keinerlei bzw. kaum Einsicht auf den jeweiligen Gegegenverkehr, in der Folge fährt man soweit vor dass man sich schon gegenübersteht. Wenn es ganz schief läuft wird der jeweilige nicht Vorfahrt Berechtigte dann auch noch "beschimpft" dass er gefahren ist und nicht hat warten lassen.
Ich bevorzuge einen geregelten langsamen Verkehrsfluss mit eindeutiger Einbahnstraßenregelung.
Unklare Situationen führen zu Verzögerungen, Unsicherheit und Unmut.
Eine "echte" Einbahnstraße ist aufgrund des Verkehrsaufkommens an der HVS-Unterführung (siehe auch Umleitungen aufgrund Sanierung Hauptstraße) nach Auffassung der TL derzeit nicht möglich. Zielführend ist jedoch unsere vorgeschlagene kostengünstige Lösung: 1. Gehweg verlängern und verbreitern, 2. Zwei Schilder zur Vorfahrtsregelung bei Gegenverkehr und 3. Zebrastreifen auftragen. Der UEVA behandelt das Thema als TOP Nr. 4 wieder am 27.10. Wir werden über das Ergebnis unter "UEVA" berichten: www.tutzinger-liste.de
Als ehemalige Anwohner und ständige Nutzer der Unterführung Heinrich-Vogl-Straße können wir nur bestätigen dass diese für alle Verkehrsteilnehmer unübersichtlich, eng und gefährlich ist. Ab Ende der 1990er Jahre versuchten wir hier eine Entschärfung zu erzielen leider vergeblich. Ist es nicht die einfachste Lösung hier eine Einbahnstraße, umgekehrt zur Kustermann-Unterführung einzurichten?
Zwei Schilder, ein verbreiterter Gehweg und gut ist?!
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