Wer sich in Tutzing auf Abfallsuche begibt, kann manche kuriosen Stücke finden. Diese Erfahrung haben die vielen Einheimischen gemacht, die sich heute am „Rama Dama“ beteiligt haben. Unter den weggeworfenen Sachen waren zum Beispiel eine 1,5-Liter-Champagnerflasche, ein kaputter Gartenstuhl und sogar eine Autofelge.
Eine generationenübergreifende Gemeinschaftsinitiative
Mehr als 80 hilfsbereite Personen hatten sich zum diesjährigen Rama Dama angemeldet, das die Gemeinde organisiert hatte - eine gute Resonanz, freute sich Bürgermeister Ludwig Horn. Eine ganze Reihe von Vereinen machte mit, der gemeindliche Bauhof war dabei und sogar eine Gruppe von Tauchern. Alle Altersgruppen waren vertreten, von Kindern bis Senioren. So brachte die Veranstaltung Jung und Alt zusammen, um sich für eine saubere Umwelt einzusetzen.
Punkt 9 Uhr morgens starteten die fleißigen Helfer den Tutzinger „Frühjahrsputz“ von zwei verschiedenen Standorten aus: dem Bauhof Unterzeismering und der Feuerwehr Traubing. Horn bedankte sich herzlich bei allen, die mitachten: "Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, jung und alt.“ Anerkennend äußerte er sich über das breite Engagement von ganz verschiedenen Seiten. Diese Vielfalt spiegelte sich nach seinen Beobachtungen im gesamten Aktionsverlauf wider. Damit wurde das "Rama Dama" nach seiner Überzeugung zu einer generationenübergreifenden Gemeinschaftsinitiative.
Unzählige Zigarettenstummel und eine Menge Plastikmüll
Alle Beteiligten haben sich einem Ziel verschrieben: dem Schutz der Umwelt. Insbesondere der viele Plastikmüll, dessen langwierige Zersetzung für enorme Schäden sorgt, und die unzähligen Zigarettenstummel, die auch diesmal in großen Mengen gefunden wurden, unterstreichen die Dringlichkeit solcher Initiativen, wie der Bürgermeister anschließend kommentierte. Der Erfolg in Zahlen: Insgesamt wurden etwa 25 Müllsäcke mit knapp 3000 Litern Müll gesammelt.
Trotz der ernsten Hintergründe empfanden die Beteiligten die Stimmung während der Aktion als positiv und motivierend. Allen, die dabei waren, hat es sichtlich Spaß gemacht, an dieser Initiative mitzuwirken - vor allem auch, weil sie sofort ein Ergebnis ihrer Arbeit sehen konnten, nämlich einen saubereren und schöneren Heimatort. Ein Nebeneffekt war nach drei Stunden Arbeit als Belohnung für den Einsatz eine wohlverdiente Brotzeit, die sie sich redlich verdient hatten. Die Gemeinde Tutzing bedankte sich bei allen, die mitgemacht haben, für ihr Engagement, und viele freuen sich bereits auf die nächste "Rama-Dama" Aktion im nächsten Jahr.
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Kommentare
Alles was man voll an den jeweilgen Ort hinbringt, kann man anschließend leer bzw. nach der Benutzung auch wieder mitnehmen; und sei es nur bis zum nächsten freien Mülleimer.
Alles andere ist schlicht rücksichtslos, respektlos gegenüber Natur & Mitmenschen oder ... total asozial.
Nachtrag:
Ja, jedem kann mal etwas unbemerkt aus der Tasche fallen, man stellt eine Flasche ab und vergisst sie später mitzunehmen, der Wind weht auch mal Teile weg, usw. All' das ist jedem schon mal passiert, auch mir. Diesen Müll räumen die Hauptamtlichen wie auch die Ehrenamtlichen bereitwillig auf.
Aber wir alle wissen, dass der Müll aus diesen Quellen nur der kleinere Teil ist:
-> Zu schnell schaut es nach einer Säuberungsaktion wieder genauso aus,
-> und zu viel Müll fällt immer wieder an.
-> Eindeutig sind auch die Müllprofile ... z. B. Kronkorken, Zigarettenstummel & -schachteln sowie leere Alkoholflaschen um beinahe jede Parkbank.
-> Auch die alljährlichen Highlights jeden Ramadamas - diesmal Gartenstühle & Autofelgen - verliert oder vergisst man nicht einfach so.
-> Man erkennt auch, dass das Dosenpfand grundsätzlich funktioniert.
-> Bei klassischen Bierflaschen sind aber 8 Cent wohl die Mühe nicht wert.
-> Kleine Feiglinge & Co werden hemmungslos zurückgelassen.
Niemand muss ein Jahr auf die nächste Ramadama Aktion warten. Wen die Lust am Aufräumen gepackt hat oder wer es am Samstag verpasst hat dabei zu sein, der sei herzlich zu den monatlichen Ramadama Aktionen von Tutzing Klimaneutral 2035 eingeladen. Es gibt genügend Müll. Gestern aufgeräumt liegt heut gleich das nächste Stück Plastik, Zigaretten und vieles mehr herum.
Gemeinsam sammeln wir deshalb JEDEN MONAT an rotierenden Plätzen im Ort und sammeln dort gemeinsam Müll.
*Jeden 2. Samstag im Monat, 10-11 Uhr*. Nächster Termin ist der 11.5.24. Treffpunkt am Bahnhof (Kebap Haus). Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.