Vielen Tutzingern wird dieser Anblick neu sein: Ein altes Gemäuer am Rande des Kustermannparks ist plötzlich plakativ zu sehen. In einem Eck des der Gemeinde gehörenden Grundstücks, auf dem sich die so genannte Kustermannvilla oder eigentlich die "weiße Villa" befindet, war das etwas marode wirkende Gebäude zuvor immer von allerlei Bäumen und Pflanzen zum Teil verdeckt gewesen. Das hatte ganz gut zu dem Dornröschenschlaf gepasst, in dem es über lange Zeit vor sich hinzudämmern schien. Aber der ist nun zumindest optisch vorbei. Große Teile des Baumbestands drum herum sind verschwunden - offenbar, weil immer wieder große Äste und Stämme auf die Straße gefallen sind, die Schaden angerichtet haben.
Nun verstellt nichts mehr den Blick. Direkt neben dem Weg zum See hinunter ist das alte Heizgebäude gut zu erkennen, ebenso wie ein Gewächshaus daneben, das auch schon bessere Tage gesehen hat. Genutzt werden sie beide schon lange nicht mehr.
Vage Überlegungen zu neuen Nutzungen - von Jugendcafé bis Gewächshaus
Für eine denkbare neue Verwendung sind aber schon Überlegungen aufgetaucht. Richard von Rheinbaben, der Aufsichtsratsvorsitzende des in der Villa auf dem Grundstück ansässigen Unternehmens Mediantis AG, hat zum Beispiel ein Jugendcafé in diesen Räumen vorgeschlagen. Es gab dazu auch schon mal eine Ortsbesichtigung des Gemeinderats, aber die Angelegenheit ist bisher nicht weiter verfolgt worden. Auch beim Förderkreis Kustermann-Villa & Park wird immer mal wieder über neue Nutzungen der alten Gemäuer nachgedacht. So war schon von einer denkbaren Neubelebung des Gewächshauses die Rede. Konkrete Pläne sind aber bisher nicht bekannt.
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