Verkehr
8.4.2026
Von vorOrt.news

Sperrung zwischen Diemendorf und B2

Bauarbeiten an der Bundesstraße strahlen aus - Umleitung über Traubing - Folgen beim Busverkehr

Die Bauarbeiten an der Bundesstraße 2 (Olympiastraße) zwischen Wielenbach und Pähl haben nach der Winterpause wieder begonnen. Für den weiteren Baufortschritt ist es nach Angaben des Staatlichen Bauamts Weilheim erforderlich, die Staatsstraße 2066 in Richtung Tutzing zu sperren.

Zu erheblichen Einschränkungen und Umleitungen kommt es aus diesem Grund auch bei der Regionalbuslinie 937, der primären Busverbindung zwischen Tutzing und Weilheim.

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Die Staatsstraße von Tutzing zur B2 ist seit Dienstag, 7. April zwischen Diemendorf und Wilzhofen/Wielenbach gesperrt. Der Verkehr wird über Traubing umgeleitet. Auch bei den Bussen muss mit längeren Fahrzeiten gerechnet werden. © Staatliches Bauamt Weilheim

Die Sperrung soll voraussichtlich zwei Monate dauern

Gesperrt wird die Straße zwischen der Einmündung von der B 2 bis zur Einmündung nach Haunshofen bei Diemendorf. Der Verkehr wird während der Sperrung über Traubing umgeleitet. Die Sperrung, die seit Dienstag, 7. April gilt, dauert voraussichtlich etwa zwei Monate. Da die Arbeiten stark vom Wetter abhängen, kann sich der Zeitplan aber nach Angaben des Staatlichen Bauamts verschieben.

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Längere Fahrtzeiten und teils Haltestellen-Änderungen bei den Bussen

Die Busse werden während der Straßensperrung großräumig umgeleitet. Deshalb muss mit längeren Fahrtzeiten und Verspätungen gerechnet werden. Die Haltestelle Töllernkreisel in Weilheim entfällt in Richtung Tutzing. Ersatzmöglichkeiten gibt es in Weilheim am Bahnhof und in der Ludwig-Thoma-Straße. In Diemendorf kann die Haltestelle an der Abzweigung Bahnhofstraße nicht angefahren werden.

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Die Planung für die Einmündung der Staatsstraße Tutzing-Diemendorf in die B2 sieht größere Maßnahmen vor, so einen Kreisverkehr, ein Brückenbauwerk und Seitenrampen © Staatliches Bauamt Weilheim

Umstieg auf die Bahn wird empfohlen

Empfohlen wird der „Umstieg auf die Schiene“ Die Regionalzüge seien von der Straßensperrung nicht betroffen und verkehrten weiterhin planmäßig zwischen den Bahnhöfen Weilheim und Tutzing. Mit der Bahn dauere diese Fahrt nur etwa 10–15 Minuten, während der Bus wergen der die Umleitung deutlich länger benötigen werde.

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Kommentare

Wie dem auch sei, gemessen an anderen Unfallschwerpunkten sind es vergleichsweise sehr wenige Unfälle.
Aber selbstverständlich ist jeder einzelne Unfall einer zu viel.
Ein ausgebauter, regelrechter, einfacher Kreisverkehr hätte also genügt; dann aber hätten die Fahrer der B2 wohl auch mal im Kreisverkehr abbremsen müssen, vielleicht wollte man das nicht.
Herr Kerbs, man kann beim Unfallatlas immer weiter hineinzoomen bis man jede einzelne Unfallstelle konkret anklicken kann. Dann ploppt ein Fenster auf, das alle Unfälle eines Jahres an dieser Stelle in Zeilen & Spalten detailliert erleutert.
Wirklich eine jedermann zugängliche und unbestechliche Informationsquelle.

1x gab es eben im Jahr 2017 einen Unfall mit Schwer- & Leichtverletzten. Nicht verwunderlich.
(Bearbeitet)
Die genannten Unfallzahlen sind kritisch zu hinterfragen, Herr Rekus. Denn der Unfallatlas des Statistikportals zeigt Unfälle punktgenau und nach 250-Meter-Abschnitten. Je nach gewähltem Kartenausschnitt können dabei leicht Unfälle aus einem größeren Umfeld summiert werden, die nicht alle exakt „an dieser Stelle" passiert sind.

Auffällig ist außerdem, dass in der Aufstellung „1 Unfall mit Schwer- & Leichtverletzten" als eigene Kategorie auftaucht. Der Unfallatlas kennt diese Kombination aber gar nicht. Denn Unfälle werden dort ausschließlich nach der schwersten Unfallfolge eingestuft (Getötete, Schwerverletzte oder Leichtverletzte). Diese Formulierung deutet also darauf hin, dass die Aufstellung keine direkte, systematische Auslese aus dem Datensatz ist.

Für eine belastbare Aussage wäre es notwendig, den genauen Straßenabschnitt klar zu definieren und die Unfallpunkte entsprechend einzugrenzen. Ohne diese Abgrenzung lässt sich die Gesamtsumme aus dem Unfallatlas weder reproduzieren noch als Beleg für die Gefährlichkeit genau dieser Stelle verwenden.
#1
"Wieviele Unfälle haben sich in den letzten 10 Jahren an dieser Auffahrt tatsächlich ereignet?"
Wieso recherchieren Sie nicht einfach selbst im offiziellen Unfallatlas? Das schaffen Sie doch locker auch selbst.
(https://unfallatlas.statistikportal.de)

Ja die Stelle würde ich als gefährlichen Unfallschwerpunkt bezeichnen, da sehr unübersichtlich auf Grund der speziellen Geografie.
Konkrete Unfallzahlen gesamten Umbaugebiet laut Unfallatlas:
-> 2024 3 Unfälle mit Schwerverletzten + 2 Unfälle mit Leichtverletzten.
-> 2023 1 Unfall mit Schwerverletzten + 2 Unfälle mit Leichtverletzten.
-> 2022 keine Unfälle mit Schwerverletzten + 2 Unfälle mit Lleichtverletzten.
-> 2021 1 Unfall mit Schwerverletzten + 2 Unfälle mit Leichtverletzten.
-> 2020 1 Unfall mit Schwerverletzten + 2 Unfälle mit Leichtverletzten.
-> 2019 1 Unfall mit Schwerverletzten + 3 Unfälle mit Leichtverletzten.
-> 2018 5 Unfälle mit Schwerverletzten + 2 Unfälle mit Leichtverletzten.
-> 2017 2 Unfälle mit Schwerverletzten + 1 Unfall mit Leicchtverletzten + 1 Unfall mit Leicht- & Schwerverletzten.
-> 2016 keine Unfälle mit Schwerverletzten + 2 Unfälle mit Leichtverletzten.
= Das ergibt für diese 9 statistisch belegbaren Jahre in Summe 14 Unfälle mit Schwerverletzten + 1 Unfall mit Schwer- & Leichtverletzten + 18 Unfälle mit Leichtverletzten.

#2
Die Baustelle mag jetzt groß erscheinen, am Ende aber wird kaum mehr Fläche versiegelt sein, wie zuvor; und die Allee in Richtung Nord wird dann auch für den Straßenverkehr geschlossen sein.

#3
Die letzte große grundsätzliche Baumaßnahme an dieser Stelle, fand zur Olympiade 1936 in GAP statt; vor rund 90 Jahren.
Seitdem hat sich dort am Straßenverlauf nichts wesentliches geändert.
Falls die jetztige Maßnahme wieder so lange vorhält, dann wäre das nachhaltiger als viele andere Baustellen.
(Bearbeitet)
Solche Staatsstraßenschleifen erinnern an Straßenverflechtungen wie in aufstrebenden asiatischen Millionen-Metropolen wie Schanghai. Lach ...

https://www.alamy.de/shanghai-yanan-strasse-uberfuhrung-brucke-mit-starkem-verkehr-in-china-image243230968.html
(Bearbeitet)
Dieses Projekt ist in seiner Absurdität kaum zu übertreffen. Es lässt einen sprachlos zurück, wenn man an dieser Baustelle vorbei fährt. Ortsfremde denken zuerst an die Entstehung eines neuen Industriegebiets. Hier wären Daten interessant. Wieviele Unfälle haben sich in den letzten 10 Jahren an dieser Auffahrt tatsächlich ereignet, um einen solchen Bau zu rechtfertigen? Eine stärkere Geschwindigkeitsbegrenzung in Kombination mit einem Kreisverkehr, wie sie hinter Weilheim in Richtung Murnau bereits funktioniert, hätte das Problem ebenfalls lösen können.
Geld, das an anderer Stelle für vernünftige verkehrspolitische Maßnahmen so dringend benötigt wird. Die Pointe könnte besser nicht sein. Es wird der "Umstieg auf die Schiene" für die Zeit der Baumaßnahme empfohlen.
Man kann sich nur noch an den Kopf langen.
Und ich habe Ihnen auf dieser Plattform schon mehrfach dargelegt, dass Ihre Kalkulation unvollständig ist:

Sie rechnen den Straßenbau gegen Kfz-Abgaben auf und erklären damit die Debatte für erledigt. Das blendet eine ausgeprägte staatliche Bevorzugungen des Autoverkehrs aus: über die Pendlerpauschale, das Dieselprivileg, Dienstwagenprivileg, kostenlose oder unterpreisige Parkflächen sowie erhebliche Klima-, Gesundheits- und Unfallfolgekosten, die auf die Allgemeinheit (von der nur gut die Hälfte Auto fährt) umgelegt wird.

Staatliche Begünstigungen und gesellschaftliche Folgekosten des Autos verschwinden nicht dadurch, dass man sie in der Rechnung einfach weglässt.
Lieber Herr Kerbs,

zum letzten Mal, da ich es Ihnen in der Vergangenheit bereits mit amtlichen Zahlen vorgerechnet habe. Unser Staat nimmt von Autofahrern, aber auch von Busunternehmern & LKW Spediteuren mehr Geld über Steuern, Gebühren & sonstige Abgaben ein, als er für Straßenbau & Erhaltung ausgibt. Seit Jahrzehnten!
Nebenbei werden davon auch Fuß- & Radwege finzanziert; und dennoch bleiben noch Mrd. für allgemeine Haushaltslöcher übrig.

Der ÖPNV ist dagegen v.a. im Nahbereich traditionell defizitär.
D.h. die Kunden bezahlen über ihre Tickets nicht genug, um alle anfallenden Kosten (u.a. Tariflöhne) für diese Dienstleistungen zu decken.
Viele Mitbürger könnten sich auch keine kostendeckenden Fahrpreise leisten; das werfe ich niemanden vor.
Aber wer deckt dann die Defizite? Natürlich der Staat ... u. a. siehe oben "Haushaltslöcher".
23,2 Mio. Euro für den Autoverkehr sind problemlos darstellbar, während es zum Beispiel im Tutzinger Gemeinderat beim ÖPNV schon an Kleinstbeträgen scheitert. Das ist umso fragwürdiger, als die Verkehrsforschung längst weiß, dass üppige Straßensicherheit auch zu sorgloserem Fahren führt. Die Konsequenz trägt, wer draußen im Regen wartet und sich fragt, warum der Bus nicht häufiger kommt. Oder das Bikesharing, anders als in anderen Kommunen, in Tutzing weggespart wurde.
Hier geht es tatsächlich nicht um Stauvermeidung, sondern um eine erwartbare Verbesserung der Verkehrssicherheit durch kreuzungsfreie Auf- & Abfahrten:
-> Bei der Auffahrt von Tutzing in Richtung WM kann man durch die Hügellage den kreuzenden Gegenverkehr aus WM erst sehr spät erkennen, gleichzeitig muss man sich aus dem Stillstand in den fließenden Verkehr aus Richtung STA einfädeln.
Immer besonders heikel für Busse & LKW, die selbst sehr lang sind und nur behäbig beschleunigen.
Wenn dabei Fehler passieren, kann's wirklich sehr heftig krachen, trotz Tempolimit.
-> Wenn man von Nord kommend nach Diemendorf, Bernried & Tutzing abbiegen will, muss man vergleichsweise langsam die Überholspur überqueren um auf die Abbiegespur zu gelangen. Auch hierbei kann es zu sehr gefährlichen Fehlern & Mißverständnissen kommen.

Apropos Gigantismus:
Vor Jahren wurde in der Presse ein früher Entwurf mit 2 miteinander verbundenen Kreiseln veröffentlicht.
Ein großer Kreisel über der B2 und ein östlich daran anschließender kleinerer Kreisel um die Abzweigungen Richtung Nord, Tutzing und Wilzhofen zu steuern. Touristen, aber auch LKW & Reisebusse, die sich verfahren haben, hätten dort abfahren und auf dem großen Kreisel einfach und gefahrlos wenden können.
Aber das war wirklich überdimensioniert und gewiss auch zu teuer.

Nachtrag:
Da der Staat an den explodierenden Sprit & Energiepreisen kräftig mitverdient, könnten wir uns vielleicht doch die ganz große Lösung leisten?
Mit beheizten Fahrspuren im Winter und getöntem Sonnenschutz im Sommer?
;-)) ... Nur Spaß !!
(Bearbeitet)
Die bessere Übersicht im Umfeld finde ich gut, allerdings stand ich dort in Jahren noch nie in einem ernsthaften Stau, der gigantische Baumaßnahmen als geboten erscheinen lassen könnte. Aber das ist nur meine persönliche Auffassung.
Erinnert mich an eine Autobahnauffahrt.
Man kann es auch übertreiben.