Verkehr
25.10.2024
Von vorOrt.news

Tutzing präsentiert sich neu

Südabschnitt der Ortsdurchfahrt weitgehend fertig - Nun Sperrung Greinwaldstraße bis Marienstraße

Hauptstra-e-aktuell-14.png
Anzeige
Oster-2026-2.gif

Die erste Teerdecke ist drauf. Nach diversen Verzögerungen geht es bei der Sanierung der Tutzinger Ortsdurchfahrt nun erkennbar voran. Zwischen dem Gymnasium und der Greinwaldstraße sieht es schon ganz ordentlich aus. Tutzing präsentiert sich in diesem Bereich auf neue Weise.

Hallberger6-231024.jpg
Neue Tutzinger Ansichten: Blick auf die geteerte Hauptstraße bei der Einmündung der Hallbergerallee mit dem "Restaurant Eschi's" und dem "Tutzinger Hof" gestern Abend © L.G.

Die "Baustellenparty" ließen sich viele nicht entgehen

Den Abschluss in den beiden so genannten Verkehrsphasen 1 und 2 mit den Teerarbeiten hat das an der Ecke Hauptstraße / Hallbergerallee befindliche Restaurant „Eschi’s“ am Mittwochabend mit einer „Baustellenparty“ gefeiert. Das ließen sich viele nicht entgehen, zumal es je Person ein Freigetränk gab. Die Stimmung war gut, Lokalbetreiber Michael Esch und andere scheinen regelrecht aufzuatmen, dass sich die Zeit der Straßenbauarbeiten direkt neben ihren Betrieben nun dem Ende zuneigt.

Hallberger8-231024.jpg
Eine "Baustellenparty" im Restaurant Eschi's war am Mittwochabend wie ein Aufatmen nach den monatelangen Bauarbeiten nebendran. Auch etliche Kinder hatten ihren Spaß. © L.G.

Sperrung Greinwaldstraße bis Marienstraße wahrscheinlich bis Jahresende

Seit Donnerstag geht es ab Greinwaldstraße bis zur Marienstraße weiter. Anfang dieser Woche hatte das Staatliche Bauamt eine Planänderung bekanntgegeben: Die Verkehrsphasen 3, 4 und 5, die eigentlich zeitlich aufeinander folgen sollten, werden zusammengelegt zu einer „neuen Verkehrsphase 3 + 4 + 5“. Planänderung bei der Tutzinger Ortsdurchfahrt Ein Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts wurde vom Starnberger Merkur damit zitiert, dass die Baufirma umso schneller sei, je mehr Platz sie habe. Das bezieht sich auf die Strecke von der Greinwaldstraße bis zur Marienstraße, die nun für etwa acht Wochen – also etwa bis zum Jahresende – voll gesperrt werden soll. Bei den zunächst geplanten einzelnen Verkehrsphasen sollten jeweils nur kleinere Straßenbereiche gesperrt werden, so dass der Platz für die Arbeiten also enger gewesen wäre.

Hallberger-231024-T.png
Schmalere Fahrbahn, breiterer Gehweg, lange Querungsinsel: Die Teerarbeiten gestern © Sebastian Goslich

In diesem Jahr soll möglichst lange gearbeitet werden

Tatsächlich ist die nun für diese neue Verkehrsphase vorgesehene Dauer mit acht Wochen um drei Wochen kürzer als die Summe der ursprünglich vorgesehenen drei einzelnen Verkehrsphasen. Beim Bauabschnitt zwischen Gymnasium und Hallbergerallee hatte es nach Angabendes Bauamt-Mitarbeiters etwa vier Wochen Verzögerungen gegeben. Dieser Zeitverlust wird also möglicherweise, wenn alles so klappen sollte, wieder einigermaßen ausgeglichen werden können. Die Straßenbauarbeiten sollen, soweit zu hören ist, in diesem Jahr so lange wie möglich dauern, bis kurz vor Weihnachten,falls es die Witterung erlaubt.

Hallberger5-231024.jpg
Neu bei der Einmündung der Hallbergerallee und im Kurvenbereich südlich davon ist eine längliche Querungsinsel © L.G.

Heute um 17.30 Uhr Baustellenbesichtigung mit Bürgermeister Horn

Die neue Vorgehensweise der Straßenbauer und die achtwöchige Straßensperrung von der Greinwaldstraße bis zur Marienstraße führt allerdings auch zu vielen weiteren Fragen, gerade auch bei den Geschäftsleuten, deren Läden und Lokale sich direkt im nun größeren Sperrbereich befinden. Gelegenheit zur Diskussion darüber und alle anderen mit diesem Thema zusammenhängenden Aspekte gibt es heute, am Donnerstag, von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr bei einer Baustellenbesichtigung mit Bürgermeister Ludwig Horn. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr an der Bushaltestelle beim Gymnasium. Von dort aus ist ein kurzer Spaziergang bis zum Leidl-Haus (Vetterlhaus/Touristinformation) an der Ampel gegenüber von Intersport Thallmair vorgesehen. „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über den aktuellen Stand der Sanierung zu informieren und Fragen zur Bauentwicklung der Hauptstraße zu stellen“, teilt die Gemeinde mit.

Hallberger7-231024.jpg
Bremswirkung: Die neue Querungsinsel teilt die Fahrbahn in zwei relativ enge Spuren

Der "schwierigste, anstrengendste" Abschnitt steht 2025 bevor

Im Jahr 2025 sollen die Arbeiten nach den bisher bekannten Angaben schon im März beginnen. Zunächst wird es dann an die "Verkehrsphase 6" gehen - den Abschnitt von der Marienstraße bis zur Oskar-Schüler-Straße. Anschließend soll der Bereich nördlich der Oskar-Schüler-Straße bis zum Ringseisweg folgen. Das werde der „schwierigste, anstrengendste“ Abschnitt werden, hat der zuständige Verkehrsplaner Benjamin Neudert einmal prophezeit, weil dort komplexe Kanalarbeiten im Wolfsgrubengraben anstünden.

Fertig sein soll alles im September 2025, wie Neudert im Januar dieses Jahres bei einer Informationsveranstaltung im Rathaus angekündigt hat. Er war sich sogar sicher: „Im Oktober 2025 werden wir uns dann nicht mehr sehen.“

ID: 7232
Über den Autor

vorOrt.news

Kommentar hinzufügen

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen.

Kommentare

Das sieht sehr schöne aus ,da haben sich die Beteiligten Planer ,Firmen sehr viel Mühe gegeben.
Das inspiriert zum Einkaufen .
Ich wünsche mir für die Gewerbetreibenden,dass durch die Positive Gestaltung der Hauptstraße mehr Kudenaufkomm entsteht.
Mir gefällt die offene Kommunikation des Bürgermeisters. Leider war der Termin sehr kurzfristig angesetzt. Wäre sehr gern dabei gewesen. Weiter frohes Schaffen und gutes Vorankommen
Hallo Herr Groß, mit einfachen Lösungen hat man sich über Jahrzehnte durchgemogelt. Die eigentlichen Probleme liegen im Untergrund mit einer verschlissenen und völlig überlasteten Infrastruktur. Die wird jetzt erneuert und zukunftssicher gemacht. Das dauert halt seine Zeit, aber die Arbeiten laufen erstaunlich gut im Zentrum. Die künftige Qualität lässt sich schon etwas erahnen.
Breitere Gehwege und eine Querungsinsel – schön und gut. Aber musste dafür wirklich so viel Geld und Zeit draufgehen? Ein einfacher Fußgängerüberweg hätte es wohl auch getan, und die Straße wäre nicht monatelang gesperrt. Manchmal wirkt es, als ob man aus allem ein großes Projekt machen muss, statt einfache, schnelle Lösungen zu finden.