Verkehr
6.6.2022
Von Martin Held / Claus Piesch

Bessere Radwege von Tutzing nach Starnberg

Radentscheid Bayern - Stadtradeln ab 27. Juni - Touren unter anderem zu HoflädenDie Autoren sind Sprecher beim ADFC Tutzing

Anlässlich des "Weltfahrradtags", der am Freitag, 3. Juni war, hat der Landesverband Bayern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gemeinsam mit einem breiten Bündnis den Radentscheid Bayern lanciert. Damit soll der rechtliche Rahmen in Bayern für eine echte Radverkehrsförderung geschaffen werden. Nähere Informationen dazu finden sich unter https://radentscheid-bayern.de/. Das ist in unserem Landkreis beispielsweise für die Schaffung durchgängiger Verbindungen mit sicheren und besseren Radwegen von Tutzing nach Starnberg und von Starnberg entlang der Gemeinden im Würmtal wichtig. Der Weltfahrradtag wurde von den Vereinten Nationen am 12. April 2018 zur „Förderung des öffentlichen Bewusstseins über die gesellschaftlichen Vorteile des Fahrrads“ beschlossen.

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Wie sicher ist das Radfahren? Radschutzstreifen wie auf der Tutzinger Hauptstraße gibt es nicht überall. Den Kreisverkehr etwa müssen die Radfahrer ohne Streifen umrunden. Bei etlichen Neugestaltungen fällt auf, dass nicht ans Radfahren gedacht wird. Neue Straßen wie etwa bei Ober- und Unterbrunn sind komplett ohne Radwege angelegt worden. Auch neben der neuen Wohnanlage am Kallerbach in Tutzing wurde der Radweg nicht fortgeführt. © Text/Foto: L.G.
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Stadtradeln: Montag, 27. Juni bis Sonntag, 17. Juli 2022

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Mehr als 21 000 Kilometer sind beim Tutzinger Stadtradeln 2021 zusammengekommen. Drei Tutzinger Teams haben es jeweils auf mehr als 3000 Kilometer, zwei von ihnen sogar auf mehr als 4000 Kilometer gebracht. Oben die Endergebnisse. © https://www.stadtradeln.de

Wir laden alle Radlerinnen und Radler herzlich dazu ein, sich am diesjährigen Stadtradeln zu beteiligen. Das Stadtradeln beginnt am Montag, dem 27. Juni und geht bis einschließlich Sonntag, den 17. Juli. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele daran beteiligen würden, ob bei unserem ADFC Tutzing-Team oder bei einem der anderen Teams.

Man kann sich aktuell bereits anmelden: https://www.stadtradeln.de/tutzing – unser ADFC-Team werden wir bald anmelden. Vielleicht können Sie / könnt ihr auch ein Team in Nachbarschaft, Verein, Betrieb, Schule oder Radlergruppe initiieren. Die Koordinatorin seitens der Gemeinde Tutzing ist Katharina Scheinpflug (08158/2502-215) – tutzing@stadtradeln.de – und der Ansprechpartner des Gemeinderats ist Claus Piesch: 01522 / 87 47 803 bzw. 08158/927813 | claus.piesch@online.de .

Über eine rege Beteiligung würden wir uns freuen. Im letzten Jahr war die Beteiligung im Landkreis Starnberg erfreulicherweise sehr hoch.

Touren

Unsere nächsten beiden Touren haben wir in den Zeitraum des diesjährigen Stadtradelns gelegt.

„Radlschnellweg oder Hürdenlauf?“

Die nächste Tour „Radlschnellweg oder Hürdenlauf?“ findet am Samstag, dem 2. Juli statt (siehe pdf unten). Treffpunkt Krailling Rathaus 11 Uhr (28 Kilometer, kaum Höhenmeter). Die Tour geht entlang der Route, die für einen durchgängigen Radweg (gerne als Radschnellweg bezeichnet) im Würmtal mit Verlängerung nach Tutzing geplant war, aber bereits im frühen Planungsstadium storniert wurde. Wir wollen uns das mit eigener Anschauung vor Ort erradeln und deutlich machen, dass gute Radwegeverbindungen zwischen den Gemeinden im Würmtal und entlang der Westseite des Sees dringlich sind. Wie können diese auf den Weg gebracht werden? Die Tour endet in Tutzing, bei schönem Wetter im Biergarten beim Midgardhaus. Tourenleiter ist unser ADFC Kreisvorsitzender, Toni Maier. Wer Lust hat, nach Krailling hinzuradeln: Treffpunkt Rathaus Tutzing 9 Uhr, Feldafing Kaiserin Elisabeth 9.20 Uhr. Ansonsten Hinfahrt mit S-Bahn.

Hofladentour „regional kulinarisch genießen“

Unsere diesjährige Hofladentour „regional kulinarisch genießen“ findet statt am Freitag 8. Juli (siehe pdf unten). Etwa 40 Kilometer und 400 Höhenmeter. Unsere Tourenleiteri Dörte Peschke, ADFC Tutzing, verspricht, dass es „echt guad“ wird. Treffpunkt Tutzing Rathaus 10 Uhr, Monatshausen Hofladen Heiß 10.20 Uhr.
Anmeldungen bei beiden Touren: adfc-tutzing@online.de

Alle Touren sind für normale Räder, Pedelecs, Mountainbikes etc. geeignet (weniger für Rennräder). Wir warten immer bei Steigungen, damit alle gleichermaßen gut mitkommen und wir gemeinsam Spaß an der Tour haben.

Tutzinger Klima

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© https://www.tutzing-klimaneutral.de/

Hanna Krause, Initiatorin Klimaaktivitäten in Tutzing, und Flora Weichmann, Mobilitätsbeauftragte des Tutzinger Gemeinderats, organisieren in diesem Jahr wieder Tutzinger Klimatage. Derzeitige Planung: Woche 11. bis 15. Juli.

Vor kurzem hat sich die Initiative '"Tutzing Klimaneutral 2035" gegründet. Alle Interessierten und Engagierten sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Es gibt verschiedene Arbeitskreise, so dass unterschiedlichste Talente und Erfahrungen gefragt sind. Nähere Informationen unter https://www.tutzing-klimaneutral.de – die Arbeitskreise starten gerade mit ihrer Arbeit.

Es sind nicht einfache Zeiten zur Zeit. Radeln kann einen kleinen Beitrag dazu leisten, uns schneller von der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu befreien und damit zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Viel Spaß bei aktiver Mobilität – beim Radeln, Wandern, Spazierengehen, Joggen und Schwimmen in den kommenden Pfingsttagen und den Pfingstferien.

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Über den Autor

Martin Held / Claus Piesch

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Kommentare

Danke für das Angebot; aber besser nicht so bald wieder. Wirklich kein Bock auf sowas.
Es ist halt schon ein wenig schade, dass Sie immer an dem Punkt aus der Debatte aussteigen, an dem es inhaltlich interessant werden könnte. In diesem speziellen Fall spielt das jedoch nicht die große Rolle, weil die Zukunft mit dem Klimwandel die Richtung vorgibt: Das Rad wird durch die Energie- und Ressourcenverschwendung des PKW ihm gegenüber auf den Straßen an Raum und Bedeutung gewinnen. Dazu passt die Ausweitung des ÖPNV, der im Sinne einer gerechteren und umweltverträglicheren Mobilität die mittleren und großen Distanzen abdecken dürfte. Vielleicht können Sie das dann ja auch genießen, Herr Rekus. Ich grüße Sie jedenfalls bis zum nächsten Meinungsstreit.
Wer Texte lesen und auch verstehen kann (statt nach Art der Rabulistik ständig nach eigenem Gutdünken umzudeuten) ist im Vorteil.
So weit so gut. Ende.
Also, nochmal ganz grundlegend, lieber Herr Rekus. Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie dagegen sind, die Bedingungen für Radfahrer im Straßenverkehr deshalb nicht zu verbessern, weil es auch böse Radfahrer gibt? Hm, dann würde es nun wirklich nicht an Gründen mangeln, heute noch flächendeckend den gesamten PKW-Verkehr stillzulegen. Gar abwegig erscheint mir der von ihnen implizierte Gedanke, Menschen würden ihren Charakter ändern, wenn sie vom einen ins andere Verkehrsmittel wechseln. Das meinen Sie nicht wirklich, oder?

Und für wen entsteht eigentlich wodurch welches Problem genau, wenn die Verkehrsplanung die Belange der kräftig wachsenden Zahl zweirädrigen Verkehrsteilnehmern berücksichtigt? Das Lamento, unter dem bei diesem Thema gerne mit sorgfältig geführten Listen die Vergehen von Fahrradrowdys aufgelistet werden, ist jedenfalls nicht zielführend.
Ich weiß jetzt nicht wo Herr Kerbs seine gewiss liebevoll gepflegten Vorurteile her hat?
Grundsätzlich sollte auch weniger von Bedeutung sein, ob ich hin & wieder im Auto fahre, sondern dass Herr Schiffner und ich in der Sache sehr wohl recht haben!
Apropos:
Mein Kommentar basiert auf aktuellen eigenen Erfahrungen sowohl als Auto- & Motorradfahrer, aber ebenso als Radfahrer & Fußgänger. Also eine breite Erfahrungsbassis, die in dieser Sache hier nicht jeder vorweisen kann.
Die jeweiligen Verkehrsmittel wähle ich übrigens nicht nach der Ideologie, sondern je nach den Erfordernissen; und gerade teste ich auch gern mal wieder den lokalen und regionalen ÖNPV.

Als Motorradfahrer weiss ich wie einige wenige und unbelehrbare Schwarze Schafe allen vernünftigen Motorradfahrern schwerste und anhaltende (Image)Schäden zufügen können; bis hin zu Fahrverboten und Streckensperrungen, etc.
Die Fahrradcommunity sollte nicht die gleichen Fehler machen, und bei den egoistischen und rücksichtslosen "Radl-Rowdies" frühzeitig selbst aktiv gegensteuern. Momentan hinkt man den motorrisierten Bikern auf dem Weg zum Image-Abgrund nur um wenige Jahre hinterher. Ich erinnere diesbezüglich stellvertretend auch an die Konflikte an der Tutzinger Brahmspromenade!
(Bearbeitet)
Man möchte sich ausschütten vor Lachen, wenn Autofahrer all die Gräueltaten auflisten, die von den ach so schlimmen Radfahrern an ihnen als Fußgänger vollzogen werden. Die Fakten liegen auf der Hand und sind allseits bekannt, man müsste als Autofahrer also nur die Nervenstärke aufbringen, sich der eigenen Verantwortung zu stellen. Nochmal zum Mitschreiben für diejenigen, die während der letzten 50 Jahre auf dem Weg von A nach B nur über die Motorhaube geblickt haben: Bei Unfällen mit Autos ziehen die anderen Verkehrsteilnehmer verlässlich den Kürzeren. Besonders, seit zwei Tonnen Gewicht und SUV-Dimensionen zum Maßstab geworden sind. Diese Kolosse rauben dem Menschen seine Bewegungsfreiheit, sie zerstören unsere Gesundheit und Flora und Fauna, die Grundlage unseres Daseins, müssen weichen. Nicht zuletzt stinken sie, setzen Gifte und Abgase frei, machen Lärm und lassen beim Fahrer in der Regel die schlimmsten seiner Charakterschwächen zu Tage treten. Und dann stehen die Dinger, von denen es in Deutschland fast so viele gibt wie Menschen, auch noch die meiste Zeit des Tages in der Gegend und im Weg herum. Wobei gar nicht lustig ist, dass die Autofahrer von den Nicht-Autofahrern auch noch hoch subventioniert werden, nämlich pro Kopf und Jahr mit rund 5.000 Euro.

Vor dem Hintergrund dieses nicht einmal vollständigen Autofahrer-Sündenregisters könnten sich die angeblich so rücksichtslosen Fahrradfahrer noch kräftig vermehren, bis das Schuldkonto der Motorfraktion ihren zu Fuß gehenden Mitmenschen und dem Planeten gegenüber auch nur ansatzweise zum Ausgleich gebracht worden ist.
Da muss ich Herrn Rekus Recht geben.
Mann muss sich nur mal an den für die Schüler extra breit gemachten Gehweg zwischen Parkplatz Kustermannpark und Gymnasium hinstellen.
Es dauert bestimmt nicht lange, bis die ersten Radler auf dem Gehweg (neben dem Fahrradschutzstreifen) daherkommen (in oder gegen die Fahrtrichtung ist völlig egal) und die Fußgänger durch geklingel oder rufen zur Seite zwingen.
Anläßlich des Weltfahrradtages würde ich es sehr begrüssen, wenn der ADFC und andere Fahrradlobbyisten nicht immer nur bei Anderen die Finger in die Wunde legen würden, sondern mit gleichem Eifer auch vor der eigenen Haustür kehren und dabei für mehr Rücksichtnahme & Sicherheit eintreten würden:
Damit meine ich beispielsweise klassische Radfahrer und neue Pedelecfahrer:
-> die rote Ampeln ignorieren,
-> die trotz Radwegen oder freier Radschutzstreifen die Fußgänger - auch Senioren, Kinder & Eltern mit Kinderwagen - von den Fußgängerwegen abdrängen,
-> die nachts ohne Beleuchtung über Wege und Straßen geistern,
-> die in Schlangenlinien angetrunken nach Hause (?) radeln,
-> und die sich auch sonst gern mal in der StVO betont individuell ausleben.

;-)) Wenn ich DAS mal erleben dürfte, würde ich glatt ein kleines Tänzchen - im Rahmen meiner Möglichkeiten - zum Besten geben; versprochen!
(Bearbeitet)