Nicht nur für zahlreiche ABC-Schützen beginnt heute an den staatlichen Grundschulen mit dem ersten Schultag ein neuer Lebensabschnitt, sondern auch für 24 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter. Das teilt das Landratsamt Starnberg mit. Eine von ihnen wird in der Grundschule Tutzing tätig sein: Rebecca Horn.
Traditionell werden die jungen Lehrkräfte vor der ersten Lehrerkonferenz in den Großen Sitzungssaal des Landratsamtes zur offiziellen Begrüßung eingeladen, so auch diesmal. Vor den Schulamtsdirektorinnen Manuela Hollweg und Ulrike Eberlein-Harasim legten sie ihren Eid auf das Grundgesetz sowie die Bayerische Verfassung ab. „Mit Ihrem Dienstantritt übernehmen Sie eine der schönsten und zugleich verantwortungsvollen Aufgaben: Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten und ihnen Mut zu machen, ihre Stärken zu entdecken und Vertrauen in sich selbst zu entwickeln,“ sagte die Schulamtsdirektorin.
Für die angehenden Lehrkräfte beginnt mit acht Stunden Unterrichtsverpflichtung und zwei Seminartagen pro Woche das schulische Leben an einer der 19 Grundschulen oder fünf Mittelschulen des Landkreises. Im Schulamtsbezirk Starnberg bestehen aktuell zwei Seminare für die Grundschule, die von Regina Winkler-Menzel und Dr. Stephanie Berner geleitet werden. Die Anwärter an den Mittelschulen werden in einem Seminar gemeinsam mit dem Schulamtsbezirk Landsberg geführt. Die Fach- und Förderlehreranwärter werden in landkreisübergreifenden Seminaren begleitet. Die Personalratsvorsitzende Nicole Bannert informierte die neuen Lehrkräfte über die Funktion des Personalrats, wünschte ihnen einen guten Start und bot an, bei Fragen personeller Art als vertrauensvolle Gesprächspartnerin jederzeit zur Verfügung zu stehen.

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Im Alltag heißt das, ab der dritten Klasse beginnt ein Wettlauf um jede halbe Note. Kinder lernen dabei nicht die Freude an der kognitiven Betätigung, sondern sie verinnerlichen, dass Lernen mit Angst zu tun hat. Eltern, die nicht täglich unterstützen und mitlernen können, können das kaum ausgleichen. Und wer Geld hat, weicht auf eine Privatschule aus.
Wie furchtbar, dass all dies nicht einmal zu guten Leistungen führt. Die PISA-Ergebnisse von vergangener Woche sind die schlechtesten, die in Deutschland je gemessen wurden. Auch die Spitzengruppe wird kleiner, in Mathematik schrumpfte die Gruppe der Leistungsstärksten seit 2015 von 13 auf 8 Prozent. Dafür ist der Zusammenhang zwischen Elternhaus und Leistung so deutlich wie noch nie: nur zwei Prozent der Kinder aus benachteiligten Familien erreichen hohe Kompetenzen, aus privilegierten Familien sind es 25 Prozent. Bayerns Kultusministerin nannte das „desaströs, aber nicht überraschend".
Mut, Stärken und Selbstvertrauen, das also, was die Schulamtsdirektorin den Anwärtern mit auf den Weg gibt, bleibt in diesem Verfahren auf der Strecke. Nicht wegen der Lehrkräfte, sondern trotz ihnen.