Im Gemeindegebiet Tutzing haben im Jahr 2025 insgesamt 1860 Rettungsdienst-Einsätze stattgefunden. Das wären im Durchschnitt 5,1 Einsätze pro Tag, wie das Landratsamt Starnberg und der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck (ZRF FFB) auf Anfrage von vorOrt.news mitteilen.
Die für Tutzing zuständige, bisher in Fürstenfeldbruck ansässige Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS FFB) wird demnächst nach Gernlinden im Landkreis Fürstenfeldbruck verlegt. Das bisherige Gebäude hatte nach Angaben der Verantwortlichen den Anforderungen technisch, organisatorisch und auch arbeitsmedizinisch nicht mehr genügt. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, dessen Mitglieder die vier Landkreise sind, hat deshalb einen Neubau an einem anderen Standort beschlossen.
Die ILS stelle den Dreh- und Angelpunkt der Sicherheitsstruktur in den vier Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg dar sagte der Starnberger Landrat Stefan Frey bei einer Besichtigung. Damit werde schnelle Hilfe für mehr als 640.000 Menschen gewährleistet. Von der neuen Leistelle aus werden künftig über 230 Feuerwehren, vier Ortsverbände des Technischen Hilfswerks (THW) und rund 900 Brand- und Gefahrenmeldeanlagen koordiniert werden.
Wenn alles nach Plan läuft, soll die ILS im Laufe des Monats Mai 2026 in Betrieb gehen. Das Gebäude besteht aus vier Geschossen, eines davon als Untergeschoss. Neben einem Leitstellenraum mit 12 Einsatzleitplätzen gibt es neun Büroräume für die Leitung des Betriebs sowie für IT-Mitarbeiter. Für die Verwaltung vorgesehen sind sieben Büroräume, ein Küchen- bzw. Sozialbereich sowie ein Besprechungsraum. Zudem wurden drei Zwei-Zimmerwohnungen eingeplant, zum einen für betriebliches Kurzzeitwohnen für neu eingestellte Mitarbeiter, die im Großraum Fürstenfeldbruck noch keine Wohnung gefunden haben. Zum anderen sollen sie als Ruheräume oder als zusätzliche Büroräume verwendet werden. Die Dachfläche, die vollflächig begrünt wird, ist mit Solarmodulen bestückt. Der erzeugte Strom kann direkt verbraucht werden.
Das Schutzgebiet der Integrierten Leitstelle
4 Landkreise mit einer Gesamtfläche von 2306 m²
84 Städte und Gemeinden
641.294 Einwohner (Stand: 30.09.2023)
234 Orts- und Gemeindefeuerwehren
4 Ortsverbände des Technischen Hilfswerks
ca. 900 aufgeschaltete Brand- und Gefahrenmeldeanlagen
14 Rettungswachen, rund um die Uhr besetzt
6 Rettungswagen-Stellplätze, tagsüber besetzt
32 Rettungswagen
10 Notarztstandorte/Notarzt-Einsatz-Fahrzeuge (NEF)
1 Außenarztstandort
49 Einheiten der organisierten Ersten Hilfe
Kommentar hinzufügen
Kommentare