Wenn es um Fördergeld geht, lässt Tutzing in diesem Jahr kaum etwas liegen. Von 234 000 Euro, die für das Programmjahr 2026 zur Verfügung standen, hat die Gemeinde 230 200 Euro abgerufen – eine Quote von 98 Prozent. In der Gemeinde ist von einer außerordentlich erfolgreichen Bilanz die Rede. Gemeint ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK, mit dem Tutzing seine Ortsentwicklung für die kommenden Jahre steuert.
Größter Brocken ist der Spiel- und Erholungspark östlich der Grundschule. Für ihn gibt es 189 000 Euro Förderung, fertig werden soll er im November. Auch alle anderen Maßnahmen, die der Gemeinderat am 2. Dezember 2025 beschlossen hatte, sind nach Angaben der Verwaltung in Arbeit. Vom gemeindlichen ISEK-Haushalt in Höhe von 153 000 Euro sollen bis Jahresende rund 109 000 Euro ausgegeben sein – ohne Überschreitung, sofern alle Vorhaben wie geplant abgeschlossen werden.
Ganz ohne Restposten geht es aber nicht. Rund 94 000 Euro müssen ins Jahr 2027 übertragen werden. Dazu gehören vor allem die Machbarkeitsstudie für das Thomahaus, die öffentlichen Beteiligungsformate und weitere Planungsleistungen.
Deutlich hinter dem Zeitplan liegen die großen Rahmenplanungen für die Brahmspromenade, das Vegetationsmanagement und das Freizeitgelände Süd. Als der Arbeitskreis ISEK Ende Juli tagte, lag noch kein einziger Entwurf vor. Vergaben und Grundlagenermittlungen haben sich nach Angaben der Gemeinde in die Länge gezogen. Mit Vorentwürfen rechnet die Verwaltung demnächst. Der Förderantrag für 2027 muss bis 1. Dezember bei der Regierung von Oberbayern sein.
Erarbeitet wurde das Konzept seit Herbst 2023 vom Planungsbüro Stadt Raum Planung gemeinsam mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft – unter anderem in mehreren Bürgerwerkstätten. Das ISEK ist die Voraussetzung dafür, dass die Regierung von Oberbayern Projekte über die Städtebauförderung bezuschusst. Die Vorauswahl der Projekte trifft der Arbeitskreis ISEK des Gemeinderats, zuständig im Rathaus ist das Bauamt. Profitieren sollen am Ende alle, die in Tutzing leben: Familien mit Kindern zuerst, sobald im November der Spielpark öffnet.
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