Der Ortsverband Tutzing von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat seine offizielle Stellungnahme zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) bei der Gemeindeverwaltung eingereicht. Die GRÜNEN betonen darin die Notwendigkeit eines ergebnisoffenen und transparenten Planungsprozesses, der die tatsächlichen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger widerspiegelt.
Die detaillierte Stellungnahme der GRÜNEN basiert auf den Ergebnissen ihrer Ortsversammlung vom 24. Juli 2025 und wurde im Anschluss vom Ortsverband finalisiert. Die Einreichung erfolgt im Rahmen der bis zum 14. August laufenden Beteiligungsfrist für Bürgerinnen und Bürger, Behörden und Träger öffentlicher Belange.
Nach eingehender Analyse der vorliegenden ISEK-Dokumente kritisieren die GRÜNEN mehrere Punkte, die aus ihrer Sicht nachgebessert werden müssen. Insbesondere Maßnahmen ohne breite Konsensbasis, wie etwa die Verlagerung des Wertstoffhofs oder der Feuerwehr sowie die spezifische Nutzung des Hartplatzes, dürften nicht als beschlossene Tatsachen dargestellt werden.
Schwerpunkte unter anderem: Erneuerbare Energien, Tempo 30, Jugendzentrum, Mietspiegel
"Das ISEK muss ein flexibles Rahmenwerk bleiben, das die Prioritäten der Bürgerinnen und Bürger widerspiegelt und nicht als Rechtfertigung für Einzelinteressen instrumentalisiert wird", so Gerald Herrmann, Mitglied der Tutzinger GRÜNEN. Besonders kritisch werden die teilweise widersprüchlichen Dokumente und die mangelhafte Transparenz bei der Priorisierung von Maßnahmen gesehen.
In ihrer Stellungnahme setzen die GRÜNEN klare Schwerpunkte auf ökologische und soziale Aspekte der Stadtentwicklung für die nächsten 15 Jahre, die die Lebensqualität der Menschen in Tutzing im Fokus haben und möglichst erhöhen. Dazu gehören:
- Die Verbesserung der Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere in Seenähe.
- Die Einführung von Tempo 30 im gesamten Sanierungsgebiet.
- Eine klare Zielsetzung für 100% erneuerbare Energien bis 2035.
- Höchste Priorität für die Schaffung eines Jugendzentrums.
- Energetische Sanierung kommunaler Gebäude mit hoher Dringlichkeit.
- Zeitnahe Einführung eines Mietspiegels zur Sicherung bezahlbaren Wohnraums.
"Zusätzliche Straßen bringen lediglich zusätzlichen Verkehr in bestehende Wohn- und Naherholungsgebiete"
"Wir lehnen hingegen den Bau einer öffentlichen Tiefgarage sowie den geplanten Straßenneubau zur B2 entschieden ab, da beides verkehrspolitisch und ortsentwicklungstechnisch nicht förderlich ist. Zusätzliche Straßen bringen lediglich zusätzlichen Verkehr in bestehende Wohn- und Naherholungsgebiete", betont Flora Weichmann, Sprecherin des Ortsverbands.
Der Ortsverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Tutzing wird den weiteren ISEK-Prozess aufmerksam verfolgen und setzt sich für eine nachhaltige, klimafreundliche und bürgerorientierte Entwicklung der Gemeinde ein.
Stellungnahme der Grünen zum Städtebaulichen Entwicklungskonzept ISEK
Bündnis90/die GRÜNEN
Ortsverband Tutzing
Lindemannstr. 51
82327 Tutzing
vorstand@gruene-tutzing.de
https://gruene-tutzing.de
Ansprechpartner:
Flora Weichman, Tel. 0172 5846632
Ortsvorstand, Gemeinderätin
Informationen:
www.tutzing.de/Bekanntmachungen
https://isek.tutzing.de/
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Kommentare
DAHER: EINE SCHNELLE ANBINDUNG AN DIE BUNDESSTRASSE B2 ist wirklich notwendig und zwar BALD.
https://www.hamburg1.de/jungfernstieg-bleibt-autofrei-letzte-bauphase-beginnt/
P.S.: Bemerkenswert, wie Argumente verschwinden, sobald sie einem Faktencheck standhalten müssen. (In diesem Fall Herrn Mieths Beispiel vom Jungfernstieg.) Nennen wir es die flüchtige Natur der anekdotischen Evidenz.
P.P.S.: Zur Einordnung: „Anekdotische Evidenz“ bezeichnet Einzelbeobachtungen ohne belastbare Datenbasis; sie hat geringe argumentative Aussagekraft. In der Planung zählt belastbare Evidenz, nicht Anekdoten.
Und bitte, denken Sie auch an HUNDERTE BAUFAHRZEUGE, welche demnächst über die Traubinger Straße in Richtung Bareisl donnern werden (falls das auch von den GRÜNEN zugestimmte Großprojekt endgültig genehmigt werden sollte). Eine Anbindung an die B2 wäre dann ökologisch, lärm- und staubtechnisch vielleicht doch nicht ganz verkehrt - wenn es die Anbindung denn schon gäbe , hört man so von einigen Anwohnern der Traubinger Straße.
Wir Erwachsenen müssen einen Rahmen schaffen, der allen dient. Zum Beispiel sichere Wege für Kinder, eine bezahlbare Mobilität für Jugendliche, Auszubildende und Studierende sowie die selbstständige Erreichbarkeit wichtiger Orte für Ältere – heute und in 20 Jahren.
Dafür braucht es Planung, die den Alltag im Ort an erste Stelle setzt, ohne das übergeordnete Ganze aus dem Blick zu verlieren.
Ich will Ihnen aber sagen, was die Jugendlichen die ich kenne in der Mehrzahl und zum gelegentlichen Leidwesen ihrer Eltern wünschen:
Und ja, es ist nicht ganz so oft das schicke Lastenfahrrad.....
Es iisstt ......Trommelwirbel .......Spot an : AB 17 DER FÜHRERSCHEIN und ab 18 DAS AUTO oder Motorrad.
Soweit zurück zur teuren Realität.....
Ich möchte jedenfalls nicht mit dem Lastenfahrrad in den Urlaub oder nach München, Nürnberg oder Hamburg starten.
Nichts für ungut.
Und die Zukunft hat mit Fußgängern, (elektrifizierten) Fahrrädern, mit (autonom fahrendem) ÖPNV und einer klugen (das heißt nutzerfreundlichen) Digitalisierung der Mobilitätsbedürfnisse zu tun. Lösungen, die an vielen Orten bereits praktiziert werden und eindrücklich zu besichtigen sind – zum Beispiel in Houten (Niederlande): Dort sind Rad‑ und Fußwege direkt und durchgängig, Autos müssen Umwege nehmen, es gilt Tempo 30 und ein Vorrang für die aktive Mobilität. Das Ergebnis stellt sich so dar: kurze, sichere Wege, eine lebendige Ortsmitte, deutlich verringerter Lärm, bessere Luft, mehr Sicherheit und einem (trotz verringertem Durchgangsverkehr) profitierenden Einzelhandel. Details zu dem Beispiel finden sich hier:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/houten-in-den-niederlanden-die-autofreie-modellstadt-100.html
Der Vorteil liegt doch für jedermann, nicht nur für die Traubinger Straße selbst klar auf der Hand:
Wer nach Traubing, Weilheim, Starnberg, München usw., auch zur Autobahn möchte, muss sich nach der Anbindung nicht erst mühsam und genervt durch Tutzing schlängeln.
Darüber hinaus würde das gesamte Straßennetz in Tutzing gerade durch die Direktanbindung zur B2 entlastet werden.
Der infolge Wirtschaftswachstum und Zuzug zweifelsfrei zunehmende Straßenverkehr wird sich nicht durch Reden aufhalten lassen, auch nicht durch Verbrennerverbote und E-Mobilität, muss aber für ein geregeltes Zusammenleben der Menschen bestmöglich und zwingend gut gemanagt werden.
Zum Thema "Durchstich zur B2 über die Traubinger Straße" gibt es doch noch mehrere Anmerkungen:
- ISEK HF 6.2 handelt von Verkehrsberuhigung in Wohngebieten, etc.
- ISEK HF 6.3 bringt den Durchstich zur B2 in die Diskussion
Dies sind 2 Widersprüche in direkter Abfolge.
Wenn wir die Situation in der Traubinger Straße aktuell betrachten, so ist festzustellen, dass starker Verkehr heute schon nicht mehr "verkehrsberuhigt" ist.
Im Gegenteil: die meisten Fahrzeuge "rasen" durch diese Straße rauf und runter, die 30er Zone wird in den meisten Fällen nicht beachtet (hier wäre auch mal eine mobile Radaranlage sinnvoll)
Aufgrund der Neubauten im oberen Bereich der Traubinger Straße und der geplanten Projekte wird dieser Verkehr sowieso weiter zunehmen.
Wenn man sich jetzt vorstellt, dass eine Durchgangsstraße zur B2 eröffnet würde, dann prognostiziere ich mehr Unfälle (Kinder!), weil der Durchgangsverkehr natürlich schnell zur B2 kommen will, und das durch ein Wohngebiet.....
Wir kommen heute schon kaum in unsere Tiefgarage, weil andauernd von oben und unten Autos kommen.
Diese Idee sollte nicht weiter verfolgt werden, damit ISEK HF 6.2 nicht ad absurdum geführt wird.
PS: generell Zone 30 in Tutzing würde ich sehr befürworten
Der entscheidende, häufig übersehene Punkt sind Opportunitätskosten: Jeder Euro, jede Fläche und jede Stunde Personal, die in neue Autokapazität fließen, fehlen zugleich für sichere Schul- und Kita-Querungen, dichtere Bus- und Bahnangebote, durchgängige Radwege oder eine lebendige Ortsmitte. Der entgangene Nutzen dieser Alternativen ist, neben allen anderen Schäden, ein zusätzlicher großer Nachteil des Straßenausbaus.
Tutzing wird weiter expandieren und sich mit neuen Ansiedlungen, neuen Bauvorhaben, mit Verdichtungen jedweder Art weiter beglücken.
Also wird folgerichtig dann natürlich auch das Straßennetz erweitert und ausgebaut werden müssen. Das hiesige Straßensystem stößt ja schon aktuell bitter an die Grenzen.
Div. Bauprojekte, weiterer Wohnungsbau, neue Gewerbeansiedlungen, Gewerbeparks (auch im Umfeld) mit entsprechenden Erschließungen erfordern nun einmal neue Straßen.
Insofern sollte die Straßenanbindung zur Bundesstraße B2 nach Traubing, Weilheim und Starnberg zukunftsorientiert und rechtzeitig schon bald realisiert werden.
Im Vergleich zu Tutzing alle jeweils um ein Vielfaches größer (83.000 - 8,8 Mio. Einwohner) und bedeutender für ihr jeweiliges Umland.
Deren Situationen sollen mit Tutzing vergleichbar sein? Ernsthaft?
-> Wo sind unsere teils sehr steilen Höhenunterschiede in München, Berlin, Bremen, Potsdam oder London?
-> Wo ist das engmaschige ÖPNV-Netz aus Bussen, S-, U- und Trambahnen in Tutzing?
-> Thema Nahversorgung in Tutzing? Apotheken, Fachärzte, Geschäfte aller Art, sowie Kultur & Gastro in jeder Straße und an jeder Ecke?
Und viele Unterscheide mehr.
Großstädte haben ganz andere Probleme, aber auch andere Möglichkeiten als Tutzing.
Ich habe übrigens nicht nach Ihrem Bauchgefühl gefragt, sondern ganz konkret nach Beispielen für neuen, zusätzlichen (Auto)Verkehr durch die angedachte Öffnung der Traubinger Straße zur B2, den es sonst nicht geben würde?
Falls Sie diese Frage beantworten wollen - Sie müssen ja nicht - bitte wenn möglich keine Bauchgefühle!
Aber im Grunde ist das Ganze nur graue Theorie, da eine Öffnung der Traubinger Straße eine teure Sache wäre.
(Ertüchtigung, teeren, Unterhalt.)
Tutzing oder der Landkreis haben nicht das Geld für eine zusätzliche Straße, und der Freistaat kein Interesse.
Thema tot.
Der Link funktioniert jetzt. Damit Sie nicht scrollen müssen, wiederhole ich ihn hier noch einmal:
https://difu.de/publikationen/2023/verkehrsberuhigung-entlastung-statt-kollaps
Ihr Link von 23.8.2025 hat damals nicht funktioniert und meldet mir auch heute noch nur Fehler 404.
Nachtrag:
Sie könnten natürlich auch selbst realistische Beispiele vorbringen, wer denn dann durch eine Freigabe der Traubinger Straße ZUSÄTZLICH nach Tutzing herein oder aus Tutzing heraus fahren würde; also zusätzliche Autofahrten, die es ohne offene Traubinger Straße nicht geben würde?
An dieser empirischen Realität führt leider kein Weg vorbei. Statt mehr ineffizienten Autoverkehr zu schaffen, könnten und sollten wir nachhaltige Mobilität ohne allerlei schädliche Nebenwirkungen stärken.
Durch einen Mietspiegel wird auch der letzte Vermieter bemerken, dass er ggf. zu billig vermietet. Die Folge wäre in solchen Fällen wohl eine drastische Mieterhöhung, falls es sich nicht um Index-Verträge handelt. Die anderen, schon bestehenden hohen Mieten werden auch mit einem Mietspiegel selbstverständlich weiter steigen (siehe unsere Großstädte und Gemeinden, welchen bereits Mietspiegel besitzen). Vielleicht steigen die hohen Mieten durch einen Mietspiegel ein wenig langsamer, aber auf hohem Niveau - dieser Effekt ist m.E. nicht zielführend, will man das Wohnen für Normalverdiener bezahlbar gestalten.
Zur These, neue Straßen brächten mehr Verkehr:
Straßenverkehr entsteht nicht automatisch aus sich selbst heraus, er entsteht durch Arbeits-/Beschäftigungszwänge, aus dem Versorgungsverhalten der Bevölkerung (Einkaufen usw.), aus Baumaßnahmen usw. usf. UND weil sich Städte und Gemeinden durch Zuzug und Baumaßnahmen erweitern und dadurch (nicht wegen neuer Straßen) Menschen anziehen.
Wäre die Erzählung: "Mehr Straßen bedeutet mehr Verkehr" auch nur ansatzweise richtig, gäbe es keine Umgehung- und Entlastungsstraßen, Straßen dürften demnach wohl auch nicht erNEUERT werden.
Kann die einfache Lösung "Keine neuen Straßen also kein vermehrter, neuer Verkehr" wirklich ernst gemeint sein?
Eine andere Frage ist, ob & wie daraus sogar eine Tutzinger Mietpreisbremse werden kann?
In jedem Fall wird die Bremswirkung begrenzt sein, wenn wir daneben nicht auch andere Maßnahmen ergreifen; beispielsweise:
-> entschlossen (über)lange Leerstände anpacken.
-> Ideen, wie man den Wohnungstausch erleichtern & unterstützen kann? ... Manche Paare trennen sich oder die Kinder ziehen aus ... andere Paare finden zusammen und wollen eine eigene Familie gründen. Die einen haben nun zu viel Platz, die anderen suchen dringend eine größere Wohnung.
-> Wohnungsbau, Wohnungsbau, Wohnungsbau ... Nicht nur Verdichtung, gern auch wieder in die Höhe wie damals in der Kellerwiese.
Ein sog. Zeichen zu setzen ist in der Politik sehr wichtig, selbst wenn im Einzelfall nicht immer etwas "erreicht" werden kann.
https://www.mieterbund-bw.de/news?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4913&cHash=18094c7ca39306df29ee9ac45bb3685e
Der sollte jetzt funktionieren.
Die Mietpreisbremse könnte besser funktionieren, wenn mache Regelungen strikter wären und es nicht ganz so viele Umgehungsmöglichkeiten gäbe. Leider hat sich die FDP hier in der Ampel-Koalition verweigert, strikter Maßnahmen und eine verringerte Kappungsgre ze einzuführen. Aber vielleicht ein konkretes Beispiel, wie der Mietspiegel in Tutzing funktionieren könnte: Hätten wir in Tutzing einen qualifizierten Mietspiegel, so hätte z. B. der Grundstückseigentümer vom Bareisl es erheblich schwerer für seine geplanten Neubauwohnungen die befürchteten Luxuswohnungen zu realisieren, weil es ja nur 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete vermieten darf. Leider kennst die in Tutzing keiner so genau, da die statistischen Daten fehlen.
Ein Mietenspiegel sei mit der Mietpreisbremse (die es in Tutzing nicht gibt) sehr wirksam, um steigende Mieten zu verhindern...."
==> Gerade in den angeführten "Ballungsräumen", in den Großstädten gibt es doch Mietspiegel und trotzdem die höchsten Mieten deutschlandweit, oder? Verhindert ein Mietspiegel also wirklich z.B. in München weiter steigende Mieten ???
Diese ganze Theorie führt nicht zu bezahlbarem Wohnraum.
Der von Ihnen gesetzte Link zeigt bei mir .... " 404 Page Not Found " an.
In Zusammenwirken mit der Mietpreisbremse ist das Instrument des Mietspiegels sehr wirksam, um steigende Mieten zu verhindern und sind besonders in Ballungsräumen und Orten mit hohem Mietniveau und hohem Zuzugsdruck anzuraten.
Der Mietspiegel hat mit dem Thema Steuerrecht ja erst einmal gar nichts zu tun. Die steuerliche Gewinnerzielungsabsicht steht auf einem ganz anderen Blatt. Wie hoch meine Miete sein muss, damit ich steuerlich Gewinn erziele hängt neben der Miethöhe vor allem von der Höhe der Darlehenszinsen ab. Die Anzahl der Menschen, die eine hohe Finanzierung für ihren vermieteten Wohnraum aufbringen müssen und dennoch eine niedrige Miete verlangen wird überschaubar sein. Immobilieneigentümer, die ihre Immobilie bereits abbezahlt haben entstehen nur noch Kosten in Höhe ihrer Abschreibung (evtl. noch auf nachträglich Sanierungsmaßnahmen). Diese beträgt in der Regel 2 % der ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. der nachträglichen Sanierungsmaßnahmen.
Beides muss man unabhängig voneinander bewerten bzw. beurteilen.
Nachtrag II:
Anders verhält es sich bzgl. der Mietkosten (Kalt- & Warmmiete) wenn bestimmte Politiker & Parteien erst die künstliche CO2 Bepreisung auch hier einführen, und dann behaupten, sie würden die Mieter nicht belasten, indem sie diese Kosten als nicht oder nur zum Teil umlagefähig definieren.
Das ist Wählerverdummung, denn selbstverständlich werden die Vermieter bei nächster Gelegenheit diese zusätzlichen Kosten bei der Kaltmiete wieder einpreisen.
Neben den Marktgesetzen hält sie auch das (Steuer)Recht geradezu dazu an! Stichwort Gewinnerzielungsabsicht.
Super im Detail ausgeführt; ganz genau so ist es. Die Forderung pauschal nach einem Mietspiegel ist absolut zu kurz gedacht; ohne die umfänglichen Konsequenzen überhaupt zu beachten.
Mit rechtlichen Konsequenzen, meinen Sie wohl v.a. steuerechtliche Konsequenzen?
Das Thema sollte man kennen, dann kann man damit auch sozial-sinnvoll umgehen, sofern man es denn möchte:
-> Das Problem tritt auf, wenn das Finanzamt keine sog. Gewinnerzielungsabsicht erkennen kann, und mit dieser Einschätzung ggf. auch vor Gericht Recht bekommt. Etwa wenn man mit den Mieteinnahmen auf Dauer die entsprechenden Kosten des Vermietungsobjektes nicht ansatzweise decken kann; Stichwort Mietdumping aus welchem Grund auch immer... (z. B. pro forma Miete, um das Objekt zur Spekulation leer stehen zu lassen? Verdeckte Schwarzmiete zusätzlich? Günstige Mietwohnung gegen sexuelle Forderungen? ...)
-> Diese und andere Mißbräuche gab es leider alles schon.
-> Der Mietzins sollte also grundsätzlich eine wirtschaftliche Gewinnerzielungsabsicht erkennen lassen; insbesondere wenn man umgekehrt auch Ausgaben & Investitionen für's Mietobjekt steuerlich geltend macht.
Dies bedeutet aber längst nicht, dass der Mietspiegel eine verbindliche Mietuntergrenze darstellt !
Die Gewinnerzielungsabsicht kann sehr wohl gering oder maßvoll sein, und muss keineswegs maximiert werden; zumindest nicht aus steuerrechtlichen Gründen.
Nachtrag I:
Für Vermietung an enge Verwandte gibt es spezielle Erleichterungen.
Wer sich allerdings ganz bewusst dazu entscheidet aus sozialen Gründen an fremde Dritte ohne Gewinnerzielungsabsicht zu vermieten, der kann das in unserem liberalen Rechtsstaat sehr wohl tun, und muss sich dafür auch nicht rechtfertigen.
Das ist dann allerdings als private Mildtätigkeit zu betrachten.
Ein Mietenspiegel ist geeignet, alle Tutzinger Mieten auf ein ziemlich gleiches, sehr hohes Niveau nach und nach anzuheben.
Ein Mietenspiegel verhindert auch, dass Vermieter im Einzelfall zu sehr günstigen Konditionen Wohnraum bereitstellen; Vermieter sind dann sozusagen angehalten / verpflichtet teuer gem. Mietenspiegel zu vermieten, wird zu billig vermietet, könnte dies mgl. rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Und Herr Wagner: bezüglich des Kindergartens ging es, um die Möglichkeit eine Haltestelle direkt davor zu ermöglichen, da die aktuelle Situation einfach gefährlich ist: kein Gehweg, keine Beleuchtung!
Ein Autofreies Tutzing wird es nie geben, auch wenn es scheinbar der Wunsch von einer gewissen Partei ist. Und bevor man sich ständig nur über die Autofahrer aufregt, sollte man auch die Radfahrer in die Pflicht nehmen: benutzt die Radwege, die extra geschaffen wurden! Eine rote Ampel gilt für euch übrigens auch! Und zu dritt oder zu viert nebeneinander muss man auch nicht fahren! Danke!
Der Radweg könnte etwas radlerfreundlicher gestaltet werden. Viele nutzen diesen Weg regelmäßig, aber leider ist er derzeit mit der schlechteste in der Umgebung. Schon kleine Maßnahmen, wie das Verdichten des Untergrunds, würden viel helfen. Momentan muss man sich nämlich ziemlich mühsam durch loses Kies quälen – das könnte mit wenig Aufwand deutlich angenehmer werden.
Die empirische Forschung sagt, diese Voraussetzungen bringen mehr Besuche pro Woche, längere Aufenthalte und für den Einzelhandel stabile Umsätze – mitnichten wird das durch PKW-Parkplätze direkt vor der Tür oder in der Parkgarage erreicht.
Die Straße hinter der Schranke weiterführen - braucht koa Mensch - wir haben eine gute Straße nach Traubing - die Loipe beginnt offiziell auch vor der Schranke - und der Kindergarten ist ebenfalls davor …bitte lasst das bisschen unverfälschte Tutzing - das uns noch bleibt….
Konkret: Wenn es um die Kitas geht, braucht es sichere Gehwege, gute Beleuchtung und eine Öffnung der Strecke nur für Busse und Einsatzfahrzeuge. Das lässt sich mit einfachen Mitteln umsetzen, etwa Pollern, versenkbaren Sperrpfosten oder einer klar beschilderten Durchfahrt, die nur Busse passieren dürfen. So wird der Schleichverkehr unterbunden, der Öffentliche aber gestärkt.
Eine Tiefgarage an empfindlicher Stelle im Zentrum zieht zusätzlichen Ziel- und Quellverkehr an. Oberirdische Flächen lassen sich auch ohne neue Tiefgarage gewinnen: mit konsequentem Parkraummanagement, Anwohnerparken, Angeboten am Ortsrand mit guten Busverbindungen und sicheren Wegen für Zufußgehende und Radfahrende.
Das ist kein „Verbotsreflex“, sondern vernünftige Prioritätensetzung: Eine nachhaltige Politik zu betreiben, bedeutet dort zu investieren, wo die Lebensqualität steigt und wo die Mobilität für alle besser wird. Das schließt Investitionen in noch mehr Autoverkehr aus.
Eine Tiefgarage an der Lindlwiese würde also nicht nur „umverteilen“, sondern zusätzlichen Ziel‑ und Quellverkehr ins Ortszentrum ziehen – genau das Gegenteil von dem, was verkehrspolitisch sowie volkswirtschaftlich wünschenswert und auf der Höhe der Zeit ist.
Wer den aktuellen Stand der Forschung nachlesen möchte, findet einen kompakten deutschsprachigen Überblick beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) zur induzierten Nachfrage im Straßenverkehr: „Verkehrsberuhigung: Entlastung statt Kollaps!“ (https://difu.de/publikationen/2023/verkehrsberuhigung-entlastung-statt-kollaps )
Einnahmen aus einer angedachten Tiefgarage fallen nicht vom Himmel.
Zuvor müsste man erst kräftig investieren und gut kalkulieren: Baukosten + Finanzierungskosten/Zinsen + Unterhaltskosten + Betriebskosten + natürlich auch kalkulatorische Grundstückskosten (beste, zentrale Tutzinger Lage ist nicht billig).
Ich bin gespannt und wage keine Wette, ob dieses Geschäft sich dann noch lohnt, oder überbordende Parkpreise die Folge wären?
Das einst "versprochene" kleine, zentrale Parkdeck am Standort der früheren TSV-Turnhalle, haben wir bis heute nicht!
Sondern nur einen primitiv geschotterten Platz mit riesigen Pfützen bzw. Eisplatten bei Kälte.
2.
Ein besonders belastbares Garagendach für größere Veranstaltungen, oder gar eine spätere Wohnbebauung müsste man natürlich von Anfang an mit einplanen. Das würde die Tiefgarage gewiss noch mal teurer machen; vgl. P1.
3.
Eine betonierte Tiefgaragendecke, die man anschließend mit einer beliebigen Mischung aus 10-20 cm Humus, Rasen & Ziersträuchern, sowie Platten oder Teer belegt, ist etwas anderes als die heutige Lindlwiese.
Bzgl. Artenvielfalt könnte es sogar zur Verbesserung führen?
4. B2 Anschluß über Traubinger Straße:
Der in Mode gekommene Automatismus, dass eine neue oder bessere Straße auch zwingend mehr Verkehr bedeutet ... klingt zumindest beim 1. Hören immer logisch.
Aber unser Verkehr in Tutzing hängt doch zuallererst von uns selbst ab, von unseren Pflichten im Leben und von unseren Wünschen ans Leben: Wie sind unsere Arbeitswege? Besuche bei Freunden, Ärzten, Ausflugsziele. usw? Fährt auch ein Bus? Auch hin UND zurück? Was sagt der Wetterbericht? Was lassen wir uns alles nach Tutzing liefern? Wie weit und wie viele Höhenmeter haben wir es zu den Tutzinger Geschäften? Wollen wir Tourismus oder nicht? Wollen & können wir unseren Gästen vorschreiben, wie sie anzureisen haben?
(Nur mit der Bahn, sonst verpi... Dich!)
Das alles bestimmt die Gesamtmenge an KFZ- und LKW-Verkehr.
Die unterschiedlichen Wegstrecken verteilen dann diese Gesamtmenge.
Gibt es nur 1 einzigen Weg, müssen ausnahmslos auch alle drüber.
Gibt es mehrere mögliche & erlaubte Alternativen, verteilt sich der Gesamtverkehr entsprechend. Bewohner an der Hauptstraße werden entlastet, und Bewohner an den Alternativstrecken werden ein Stück weit belastet. Insgesamt aber eine Null-Summen-Rechnung.
(Niemand kann gleichzeitig über die Traubinger Straße + über Garatshausen auf die B2 fahren; es wird auch niemand erst die Traubinger Straße benutzen und anschließend sagen "jetzt fahre ich auch noch mal über Garatshausen, weils sooo schön ist.)
Aber man könnte Tutzing in Summe über's Jahr hunderte oder eher ein paar tausend Umwegkilometer ersparen, weil die Menschen auch im Auto den kürzeren Weg bevorzugen, und dann viele nicht mehr erst bis zur Hauptstraße 'runter fahren müssen, um dann wieder den Berg zur B2 oder zu den hoch gelegenen Wohnvierteln hinauffahren müssten.
Nur wer soll's bezahlen? Tutzing wird's wohl in absehbarer Zeit nicht können.
Hinweis zu meiner nachträglichen Korrektur:
Ich hatte in meinem Kommentar leider die Traubinger Straße mit der Kustermannstraße verwechselt. So ergab das natürlich wenig Sinn.
Tut mir leid!
Aber schon heute:
Eine Tiefgarage unter der Lindl - Wiese wäre in vielerlei Hinsicht geradezu eine perfekte Lösung:
- Alle näheren Straßen, der fließende Verkehr würden vom "ruhenden Verkehr" spürbar entlastet.
- Kirchen-und Rathaus-Besucher fänden immer genügend Parkplätze
- Touristen könnten ihre Fahrzeuge sicher abstellen; Ärgernisse gehörten weitgehend der Vergangenheit an
- Der Wochenmarkt würde nicht mehr durch unzählige parkende, rangierende Fahrzeuge beeinträchtigt werden
- Die Lindl-Wiese oberhalb der Tiefgarage bliebe für Veranstaltungen (z.B. Fischerhochzeit, Weihnachtsmarkt usw.) weiter
nutzbar. Großveranstaltungen können schon logischerweise nicht generell in geschlossene Räumlichkeiten verlegt
werden.
- Eine Bebauungsoption für die Lindl-Wiese bliebe offen
- Die Gemeinde würde durch die Tiefgarage neue jährliche Einnahmen in beachtlicher Größenordnung erzielen.
Welche Argumente sprechen also dagegen ?