Mit 955 Stimmen hat Christiane Feichtmeier, die seit fünf Jahren in Tutzing wohnt, das einzige Gemeinderatsmandat für die SPD gewonnen. Stefanie Knittl, die die Sozialdemokraten bisher allein im Gemeinderat vertreten hat, wurde mit 808 Stimmen auf den zweiten Platz der Partei gewählt, hat aber den erneuten Einzug in den Gemeinderat nicht geschafft.
Wie beurteilen Sie das Wahlergebnis der SPD in Tutzing?
Die SPD konnte bei der Gemeinderatswahl in Tutzing einen Prozentpunkt hinzugewinnen. Darüber freue ich mich sehr, denn das zeigt, dass unsere Themen und unser Einsatz wahrgenommen werden. Leider hat es dennoch nicht für einen zweiten Sitz im Gemeinderat gereicht. Gleichzeitig freue ich mich über das große Vertrauen, das mir persönlich entgegengebracht wurde. Dass die SPD auch künftig im Gemeinderat vertreten ist, halte ich für wichtig, denn soziale Politik, Zusammenhalt und eine nachhaltige Entwicklung brauchen in Tutzing weiterhin eine starke Stimme.
Wie sehen Sie den personellen Wechsel von der bisherigen SPD-Gemeinderätin Stefanie Knittl zu Ihnen?
Der personelle Wechsel bedeutet auch einen Neuanfang. Die bisherige SPD-Gemeinderätin Stefanie Knittl hat in den vergangenen Jahren engagierte Arbeit für Tutzing geleistet, wofür ich ihr ausdrücklich danke. Gleichzeitig sehe ich die neue Wahlperiode als Chance, mit frischen Ideen und viel Dialogbereitschaft konstruktiv für Tutzing zu arbeiten.
Was machen Sie beruflich und wie sind Ihre bisherigen politischen Erfahrungen?
Ich bin Polizeihauptkommissarin, Mitglied des Bayerischen Landtags und seit sechs Jahren Kreisrätin im Landkreis Starnberg. Beruflich wie politisch beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der inneren Sicherheit, der sozialen Gerechtigkeit und einer guten kommunalen Entwicklung.
Ausschussgemeinschaft mit der ÖDP
Wie ist Ihr Bezug zu Tutzing?
Seit fünf Jahren lebe ich in Tutzing und inzwischen ist der Ort für mich zu einer echten Heimat geworden. Ich schätze die besondere Lebensqualität, die Nähe zum See, die wunderschöne Natur und vor allem das große ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. Gerade dieses starke Miteinander macht unsere Gemeinde aus. Deshalb möchte ich mich mit Herz und Leidenschaft im Gemeinderat einbringen und dazu beitragen, dass Tutzing auch in Zukunft lebenswert und sozial bleibt. Zusammen mit Caroline Krug von der ÖDP habe ich außerdem eine Ausschussgemeinschaft gebildet. Ich übernehme für uns den Sitz im Bau- und Ortsplanungsausschuss. Darüber hinaus werde ich mich für das Amt der Jugendreferentin bewerben, weil mir die Anliegen und Perspektiven junger Menschen besonders wichtig sind.
Lässt sich schon absehen, welche wesentlichen Ziele Sie beziehungsweise die SPD in der neuen Wahlperiode für Tutzing verfolgen werden?
Im Mittelpunkt meiner Arbeit werden vor allem bezahlbares Wohnen, soziale Infrastruktur und eine nachhaltige Ortsentwicklung stehen. Wohnen darf auch in Tutzing kein Luxus werden. Deshalb setze ich mich für bezahlbare Mietwohnungen, neue soziale Wohnformen und nachhaltige Bauprojekte ein. Ein weiterer Schwerpunkt ist für mich die Unterstützung von Familien, Kindern und älteren Menschen. Dazu gehören eine verlässliche Kinderbetreuung, gute Pflege- und Senioreneinrichtungen sowie Orte der Begegnung für alle Generationen. Ebenso wichtig sind mir sichere Schulwege, ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr und mehr Verkehrssicherheit im Ort. Darüber hinaus möchte ich das gesellschaftliche Miteinander stärken — mit Unterstützung für Vereine, Kultur und Ehrenamt sowie mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger. Mein Ziel ist ein Tutzing, das sozial, lebendig und zukunftsorientiert bleibt
Der neue Tutzinger Gemeinderat
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