Sechs Personen aus Tutzing sind in den Starnberger Kreistag gewählt worden, der insgesamt 60 Mitglieder hat: Ludwig Horn (CSU, 30 873 Stimmen), Stefanie von Winning (CSU, 27 302 Stimmen), Flora Weichmann (Grüne, 17 523 Stimmen), Marlene Greinwald (Freie Wähler, 9844 Stimmen), Christiane Feichtmeier (SPD, 9607 Stimmen) und Caroline Krug (ÖDP, 7200 Stimmen).
Bei der Wahl des Kreistags 2020 war die Zahl der Mitglieder aus Tutzing von zuvor vier auf sieben gestiegen. Die Tutzinger Mitglieder im bisherigen Starnberger Kreistag sind Bernd Pfitzner (Grüne), Stefanie von Winning, Ludwig Horn (beide CSU), Christine Nimbach (bei der Wahl 2020 Grüne, von denen sie sich getrennt hat), Marlene Greinwald (Freie Wähler), Caroline Krug (ÖDP) und Dr. Wolfgang Weber-Guskar (FDP). Sieben Tutzinger im neuen Kreistag
Der Starnberger Kreistag besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die alle sechs Jahre gewählt werden. Den Vorsitz hat der Landrat. Die CSU verfügt künftig über 24 Mitglieder (plus 4), die Grünen bringen es auf 13 Mitglieder (minus 5). Die Freien Wähler sind im neuen Kreistag mit 6 Mitgliedern (minus 2) vertreten, die AfD mit 5 Mitgliedern (plus 4), die SPD mit 5 Mitgliedern (unverändert), die FDP mit 4 Mitgliedern (minus 1), die Linke mit 2 Mitgliedern (plus 1) und die ÖDP mit einem Mitglied (minus 1), nämlich Caroline Krug.
Der Kreistag ist im Landkreis Starnberg für etliche „überörtliche Aufgaben“ zuständig, von der örtlichen Sozialhilfe über die Jugendhilfe bis zur Bauaufsicht, von der Straßenverkehrszulassung über die Gewerbeaufsicht bis zum Gesundheitswesen, vom Veterinärwesen über die berufsbildenden Schulen bis zum Katastrophenschutz. Der Kreistag beschließt über den Sitz der Kreisverwaltung und den Namen des Landkreises, über Wappen und Fahnen und über Änderungen von bewohntem Kreisgebiet, und er setzt öffentliche Abgaben und Gebühren fest.
Der Kreistag ist auch für den Haushalt des Landkreises zuständig. Von dessen Volumen - 285 Millionen Euro 2026 – entfallen 67 Millionen Euro auf die Umlage, die an den Bezirk abzuführen ist, 40,5 Millionen Euro auf die Personalkosten, 14,6 Millionen Euro auf den öffentlichen Personennahverkehr und 20,7 Millionen Euro auf die Ausgaben für die Jugendhilfe.
Wegen höherer Ausgaben ist die Kreisumlage, die die Kommunen zu bezahlen haben, von 54,8 auf 55,8 Prozent erhöht worden. Als Berechnungsbasis werden dafür in der Regel die Bruttoerträge der jeweiligen Kommunen wie die Gewerbesteuer, die Grundsteuer und ihre Anteile an der Einkommensteuer herangezogen. Die Gemeinde Tutzing muss allein 11,3 Millionen Euro Kreisumlage abführen. Das ist der größte Ausgabeposten der Gemeinde, mit großem Abstand vor den Personalausgaben (6,2 Millionen), den Kindertageseinrichtungen (4,8 Millionen) und den Schulen (1,3 Millionen Euro).
Weitere Erhöhungen der Kreisumlage sind abzusehen. Im Gemeinderat hat Caroline Krug bei den Haushaltsberatungen bereits eine weitere Steigerung der Kreisumlage auf 60 Prozent vorausgesagt. Auch für die Schulden des Landkreises, 99,6 Millionen Euro Ende 2026, wird eine kräftige Steigerung erwartet, innerhalb eines Jahres auf etwa 200 Millionen Euro, in den nächsten vier Jahren auf 280 Millionen Euro.
Kommentar hinzufügen
Kommentare