Der Bürgerverein Tutzinger Liste e.V. hat auf seiner Jahreshauptversammlung einstimmig den Vorstand einstimmig neu gewählt. 1. Vorsitzender bleibt Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg, der vor sechs Jahren Uli Dillmann an der Spitze abgelöst hat. Dillmann ist weiterhin 2. Vorsitzender. Zum Schatzmeister gewählt wurde Michael Schubert als Nachfolger von Lucie Vorlíčková. Beisitzer sind wie bisher Markus Guggemos und Gerd Bittl-Fröhlich, der auch als Pressesprecher fungiert.
Behrens-Ramberg, der dem Tutzinger Gemeinderat seit 2014 als einziger Vertreter der Tutzinger Liste angehört, führte für die Arbeit in der neuen Amtsperiode unter anderem das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ ISEK an, dessen Einführung in Tutzing maßgeblich auf die Initiative seines Bürgervereins zurückgeht. Enthalten sei dort eine umfangreiche Liste von Maßnahmen, sagte er, die nach Prioritäten und finanziellen Möglichkeiten in den kommenden 15 Jahren umgesetzt werden sollen. Diesen Prozess möchte er mit Unterstützung der Mitglieder weiter begleiten.
Einen weiteren Schwerpunkt legte Behrens-Ramberg auf die Initiative „Miteinander für Tutzing“ (MIT), eine Aktion einzelner Tutzinger Bürger, die besonders die Bereiche Wirtschaft und Energie bearbeiten. Aus dem Arbeitskreis Wirtschaft, in dem er mitarbeitet, berichtete er, hier gehe es laufend und zukünftig darum, Tutzing als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren, um Erweiterungsmöglichkeiten für bestehende Unternehmen zu schaffen und zu Tutzing passende neue Unternehmen anzusiedeln.
"Digitale Aufbereitung und Austausch von Informationen sind zentrale Hebel"
Um die Arbeit im Rat und den Ausschüssen effizienter zu gestalten, hatte die Tutzinger Liste dem Bürgermeister nach eigenen Angaben eine Reihe von Anregungen für die Neufassung der Geschäftsordnung für den Gemeinderat übermittelt. Es sei das Ziel, durch moderne Arbeitsstrukturen leistungsfähiger werden, erklärte Michael Schubert. Als zentrale Hebel dabei bezeichnete er die digitale Aufbereitung und den Austausch von Informationen , um die bestehenden Strukturen in der Ratsarbeit zu modernisieren, Zusammenarbeit zu verbessern und Prozesse zu beschleunigen. In der ersten Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Dienstag ist noch keine neue Geschäftsordnung erlassen worden. Zunächst soll ausführlich über deren mögliche Inhalte diskutiert werde. Auch die Grünen haben dafür bereits Vorschläge vorgebracht. Sie plädieren für eine „Informationsfreiheitssatzung“ in Anlehnung an das deutsche Informationsfreiheitsgesetz und eine an dieser orientierte Geschäftsordnung für den Gemeinderat, um bisher nur schwer zugängliche Informationen öffentlich zu machen und damit die Transparenz und die Teilhabe der Bevölkerung zu stärken.
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