Für den Tutzinger Gemeinderat kandidieren am 8. März dieses Jahres die selben acht Gruppen und Parteien, die bisher in diesem Gremium vertreten sind: CSU, FDP, Freie Wähler, Grüne, ÖDP, SPD, Tutzinger Liste und UWG Traubing. Vielleicht kommt eine neunte Gruppe dazu: „Die Basis“. Das hängt davon ab, ob sie von mindestens der erforderlichen Zahl von 120 Personen unterstützt worden ist. "Die Basis" will in den Tutzinger Gemeinderat
Bis zum heutigen Montag um 12 Uhr konnte man sich in eine Unterschriftenliste im Rathaus eintragen. Ob genug Unterschriften zusammengekommen sind, ist noch nicht bekannt. Der Wahlausschuss der Gemeinde Tutzing tagt morgen, am Dienstag. Bei dieser Sitzung werden alle Themen der Wahl behandelt, und es wird entschieden, wer zur Wahl zugelassen wird und wer nicht.
Voraussichtlich mehr als 3000 Briefwähler
Weitere Unterschriften benötigt auch die ÖDP - nicht für die Tutzinger Gemeinderatswahl, sondern für die Kreistagswahl, weil der Partei bei der Anmeldung für diese ein Formfehler unterlaufen ist. Tutzing ist die einzige Gemeinde des Landkreises Starnberg, in der die ÖDP für den Gemeinderat kandidiert – und obwohl es bei der Gemeinderatswahl keinerlei Probleme gibt, ist die Unterstützung in Tutzing auch in Sachen Kreistag besonders groß: Bis Freitag waren in dieser Gemeinde schon mehr als 130 Unterstützer-Unterschriften für die ÖDP gezählt worden. Insgesamt benötigt die ÖDP im ganzen Landkreis 385 Unterschriften.
Für die Beschäftigten der Gemeinde bringt die Kommunalwahl viel Arbeit mit sich. Manche sollen schon schlaflose Nächte gehabt haben, in denen sie nachts mehrmals ins Gemeindearchiv gelaufen sind, um offene Fragen zu klären. Bei allen Personen, die kandidieren, muss deren Wählbarkeit überprüft werden. Auch Umzüge müssen beachtet werden.
In Tutzing wird es 18 Wahllokale geben – je neun Urnenwahllokale und Briefwahllokale. Je Wahllokal werden neun Wahlhelfer benötigt - insgesamt also 162 Wahlhelfer. Ob noch weitere Wahlhelfer erforderlich sind, wird sich erst im Februar herausstellen, sagt Wahlleiterin Kathrin Wärl.
3000 bis 4000 Briefwähler werden in Tutzing erwartet. Sie alle erhalten dicke Briefe mit den Unterlagen, die gedruckt, nummeriert, verpackt, frankiert und verschickt werden müssen. „Da helfen alle im Rathaus zusammen“, sagt die Wahlleiterin. Der Sitzungssaal wird für diesen Zweck zeitweise blockiert, und die Beschäftigten arbeiten abwechselnd in „Schichten“.
Die Wahlunterlagen werden später verschickt als früher
Die Gemeinden dürfen die Briefwahlunterlagen diesmal erst später versenden als früher, nämlich erst ab dem 16. Februar, nur 20 Tage vor dem Wahltermin. Die bayerische Staatsregierung begründet die Verkürzung der Frist damit, dass diejenigen, die die Briefwahl bevorzugen, mit ihrer Entscheidung näher an den Wahltag rücken sollen, um stärker auf aktuelle Ereignisse oder Wahlkampfinformationen reagieren zu können. Die Stimme soll weniger „frühzeitig“ und damit potenziell weniger beeinflusst abgegeben werden. Durch die spätere Briefwahl hofft man zudem verhindern zu können, dass der Wahlkampf schon Wochen vorher quasi abgeschlossen ist, bevor ein großer Teil der Stimmen abgegeben wurde. Diese Änderung hat auch zu Kritik geführt. So gab es Warnungen, dass weniger Zeit für den Druck, die Organisation und den Versand bleibe, wodurch logistische Engpässe entstehen könnten.
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