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Neuigkeiten für die „Business Area Tutzing“

Geplante Nutzung für Bereich „GE 4“ des Ex-Roche-Geländes heute im Gemeinderat

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Immer städtischer: Das Viertel beim Tutzinger Bahnhof mit "Lakeside Living" (links), "Foursite" (hinten) und der künftigen Burnout-Klinik (rechts)

Kurz vor Beginn der Sommerferien befasst sich der Gemeinderat am heutigen Dienstag noch einmal mit einem der Tutzinger Dauerbrenner: dem ehemaligen Gelände von Boehringer-Mannheim und Roche.

„Vorstellung der geplanten Nutzung im Bereich GE 4 im Bebauungsplangebiet Nr. 74 (BAT Gelände) an der Bahnhofstraße“ - so lautet der Tagesordnungspunkt. „GE“ steht für Gewerbenutzung. „BAT“ steht für die von den Projektentwicklern für dieses Areal gewählte Bezeichnung „Business Area Tutzing“.

Seit der Roche-Konzern im Jahr 2001 das Gelände verlassen hat, gab es unter wechselnden Eigentümern nur vorübergehende Nutzungen, eine dauerhafte Nachfolgelösung ist seitdem nicht gefunden worden. Rundherum - Beispiele „Lakeside Living“ und Gewerbekomplex „Foursite“ – tritt unterdessen mit Neubauten der zunehmend städtische Charakter in diesem Teil der Gemeinde nahe des Bahnhofs immer deutlicher hervor. Er soll nun mit weiteren Neubauten auf dem ehemaligen Roche-Gelände verstärkt werden.

Schlagartige Änderungen belegen: Es gibt noch kein klares Konzept

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Ebenfalls vor Veränderungen: das Tutzinger Krankenhaus © L.G.

Dass es für die künftigen Nutzungen noch kein klares Konzept gibt, belegen gleichzeitig auffallend schnelle Änderungen bisheriger Pläne. So wurde das jahrelang angekündigte Vorhaben eines so genannten „Aparthotels“ im bald fertigen Dreiecksbau an der Bräuhausstraße vor wenigen Wochen schlagartig geändert. Statt des Hotels soll nun in dieses Gebäude eine „Burnout-Klinik“ einziehen. Die Starnberger Projektentwickler Ehret + Klein liebäugeln sogar mit der Vision eines „Medizin-Clusters“ für dieses gesamte Viertel in Nachbarschaft der Artemed-Klinik. Doch die betreffenden Pläne scheinen noch recht vage zu sein.

Auf einem anderen Bauabschnitt des Areals soll nach Angaben der Projektentwickler ein „klassisches Hotel“ mit 125 Zimmern entstehen. Das Krankenhaus wiederum steht seinerseits vor mehreren Neubauten. Im Westen des Krankenhauses, also neben dem Ex-Roche-Gelände, ist eine neue Notaufnahme vorgesehen und darüber eine neue Intensivstation, im südlichen Bereich ein neues Dialysezentrum.

Schallschutz-Gutachten zur Klärung der Lärmwerte

Der betreffende Bebauungsplan für das Klostergelände wird nach einem Beschluss des Bau- und Ortsplanungsausses mit einigen Änderungen nochmals verkürzt öffentlich ausgelegt. Wegen Parkplätzen der benachbarten betreuten Wohnanlage an der Bräuhausstraße soll ein Schallschutz-Gutachten die Einhaltung der zulässigen Lärmwerte auch in der Nacht klären, und die Zufahrt zu einer vorgesehenen Tiefgarage soll öffentlich gewidmet werden.

Die Abbrucharbeiten beim vorletzten verbliebenen Gebäude aus der Ära von Boehringer-Mannheim ziehen sich unterdessen weiter hin. Wegen Beschwerden von Nachbarn hat das Landratsamt für diese Arbeiten eine zeitliche Befristung am Tag angeordnet.

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Die zeitliche Befristung betrifft aber nur extrem laute Arbeiten, wie schreddern oder meisseln und sind keineswegs ein Grund für die extrem langsam fortschreitenden Arbeiten.

Die normalen Abbrucharbeiten sind davon nicht betroffen. Hier hat sich nach wie vor nichts geändert. Ein einsamer Bagger knabbert seit Jahresanfang stundenweise immer wieder mal am großen Gebäude und kaum etwas geht vorwärts. Wird dann für Tage abgeholt und gar nichts passiert.

Während an anderer Stelle in Tutzing ganze Viertel neu entstehen, schafft es dieser Entwickler nicht mal ein Gebäude in der gleichen Zeit abzureißen.

Bei allem Verständnis für Bauarbeiten. Wie wenig der Bauherr Rücksicht auf seine Umwelt nimmt macht ihm keine Freunde.











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