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Konzentrationsflächen für Mobilfunkstationen

Viel Arbeit für den Gemeinderat - vom Ex-Roche-Gelände übers Seeufer bis zum Andechser Hof

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Ein neuer Mobilfunkmast steht sein ein paar Tagen neben dem Tutzinger Waldfriedhof © L.G.

Vor der Sommerpause hat es der Tutzinger Gemeinderat am heutigen Dienstag noch einmal mit einer umfangreichen Tagesordnung zu tun. Dazu gehört der Mobilfunk, für den das Unternehmen "Deutsche Funkturm" derzeit nach wochenlangen Problemen der Deutschen Telekom zunächst eine vorübergehende Lösung beim Waldfriedhof schafft. Mobilfunk vom Waldfriedhof Zur Debatte steht die 16. Änderung des Flächennutzungsplans „Ausweisung von Konzentrationsflächen für die Errichtung von Mobilfunkstationen“. Es geht auch um eine Baugenehmigung für die Errichtung einer Funkübertragungsstelle an der Kustermannstaße.

Außerdem befasst sich der Gemeinderat mit der weiteren vorgesehenen Bebauung auf dem ehemaligen Gelände von Boehringer-Mannheim und Roche. Vorgestellt werden soll die geplante Nutzung im Bereich „GE 4“. In jüngerer Zeit waren verschiedene geplante neue Nutzungen für das jetzt „BAT Gelände“ genannte Areal bekanntgeworden. So soll das fast fertige Dreiecksgebäude an der Bräuhausstraße zu einer „Burnout-Klinik“ statt, wie lange angekündigt, einem Aparthotel werden, und im hinteren Bereich soll offenbar ein recht großes Hotel mit 125 Zimmern entstehen. Die Projektentwickler haben für diesen Bereich in der Nachbarschaft der ebenfalls in Ausbau befindlichen Artemed-Klinik ein "Medizin-Cluster" angekündigt Medizin-Cluster in Tutzing geplant An der Ecke Bräuhausstraße/Bahnhofstraße werden wohl bald die Bauarbeiten für ein Firmengebäude des Unternehmens Lobster beginnen. Die schon erstaunlich lange dauernden Abbrucharbeiten beim alten Längsbau von Boehringer-Mannheim ziehen sich unterdessen weiter hin. Eine Rolle spielt dabei wohl eine Anweisung des Landratsamts, dass sie wegen der mit ihnen verbundenen Lärmemissionen nur zeitlich befristet vorgenommen werden dürfen. Nachbarn hatten sich wegen der Belästigungen beschwert. Landratsamt greift ein

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Hin und her beim Andechser Hof: Was ist los? Im Bild ein Teil der Neuplanung, die eigentlich auf viel Zustimmung gestoßen war. © Prof. Florian Burgstaller

Kurz vor den Ferien geht es in der Gemeinderatssitzung noch um weitere Tutzinger Dauerbrenner. Unter ihnen ist die seit Jahren umstrittene Bebauung im „Seeuferbereich“. So heißt der „Bebauungsplan Nr. 91“, der das Gebiet neben dem Sprungleitenweg, oberhalb des Freibadegeländes im Norden der Gemeinde, betrifft. Der letzte bekannte Stand ist eine von der Gemeinde erlassene Veränderungssperre, die prompt rechtliche Auseinandersetzungen nach sich gezogen hat Veränderungssperre ruft Juristen auf den Plan Für dieses Areal steht der „Billigungsbeschluss“ auf der Tagesordnung.

Auch der ehemalige „Andechser Hof“ steht auf der Tagesordnung. Nachdem der Anfang dieses Jahres von Stadtplaner Prof. Florian Burgstaller vorgestellte Entwurf für eine Neubebauung sowohl im Bauausschuss als auch im Gemeinderat auf große Zustimmung gestoßen war, ist der Stand der Dinge momentan nicht so recht zu erkennen. Der Bauausschuss hat zwar im Juni grünes Licht für die Auslegung des Bebauungsplans gegeben Fortschritte beim Andechser Hof Doch es scheint einige Diskussionen über die Planung zu geben. Worum es dabei genau geht, ist bisher nicht bekannt. Eigentlich sollte der betreffende Bebauungsplan Nr. 78 „Ortszentrum Tutzing, Teilbebauungsplan 4.1“ schon am Dienstag dieser Woche im Bau- und Ortsplanungsausschuss behandelt werden, war aber kurzfristig abgesetzt worden. Das war nicht das erste Mal.

Die Gemeinderatssitzung findet heute, am Dienstag, dem 30. Juli 2019 im Sitzungssaal des Tutzinger Rathauses statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Quelle Titelbild: L.G.
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