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Gemeinde-Immobilien unter der Lupe

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Gehört der Gemeinde: das Midgardhaus © L.G.

Immobilien im Eigentum der Gemeinde werden nach Meinung des Rechnungsprüfungsausschusses nicht immer mit den besten wirtschaftlichen Ergebnissen betrieben.

Diese Auffassung hat Ausschussmitglied Dr. Ernst Lindl (CSU) im Gemeinderat vertreten. So könnten Verträge mit Indexklauseln zwar zu Mietsteigerungen führen, doch dies werde teils nicht angewandt.

Lindl regte Verhandlungen um bessere Konditionen an - auch mit potenziellen neuen Interessenten. Vielleicht könnten die bisherigen Pächter dennoch bleiben, „aber mit den realistisch erzielbaren Preisen“, sagte er. Mahnend fügte er hinzu: „Es kann nicht in unserem Interesse sein, Wirtschaften immer zu subventionieren.“ Es müssten die optimalen Miet- und Pachtzinsen erzielt werden. Lindl sprach sich auch dafür aus, die vertraglichen Regelungen der Gemeinde Tutzing mit dem Pächter des Midgardhauses zu überprüfen.

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Kommentare

Außerdem sollte es auch im Interesse eines Gemeinderates liegen, ein angenehmes öffentliches Klima in seiner Gemeinde zu schaffen. Durch "realistisch erzielbare Preise" in Tutzing treibt man entweder die Preise für die Endkunden zum Mond oder gleich den Pächter in den Ruin. Mit so einer Einstellung handelt Herr Lindl bestenfalls im Interesse seiner leeren Gemeindekassen, nicht aber in dem der Bürger, die auf ein vernünftiges öffentliches Leben ein Anrecht haben.
Eine angemessene Miete bzw. Pacht sollte immer in einem direkten Zusammenhang mit dem baulichen Zustand der jeweiligen Immobilie stehen. Ob Midgardhaus, Tutzinger Keller oder aber das ehemalige Sportlerstüberl. In keinem dieser Fälle ist meines Erachtens eine Pachterhöhung gerechtfertigt. Warum wohl haben sich die letzten Pächter des Sportlerstüberl's zurückgezogen ? Bestimmt nicht wegen des damit erwirtschafteten Reichtums.