Ein bisschen ist es wie ein Blick in ein Fotoalbum, wenn man derzeit die Schaufenster der Modeboutique Frauensache Tutzing in der Hauptstraße betrachtet. Zwischen alten Fischreusen, antiken Paddeln und Keschern hängen Aufnahmen vergangener Fischerhochzeiten – manche davon aus den Jahren 1929, 1935 und 1985. Vier Schaufenster hat das Team der Frauensache bereits thematisch hergerichtet, pünktlich zur bevorstehenden Fischerhochzeit.
Der Brauch, die Hauptstraße zur Fischerhochzeit festlich zu schmücken, hat in Tutzing Tradition. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Geschäftsleute entlang der Straße sind eingeladen, ihre Häuser und Auslagen passend zum Thema zu gestalten – ob mit maritimen Motiven, historischen Fundstücken oder eigenen Erinnerungsstücken rund um den See und die Fischerei.
Ein Blick auf fast ein Jahrhundert Festgeschichte
Ruth Scherbaum-Schneider, die Inhaberin der Frauensache, wünscht sich, dass ihr Beispiel Schule macht. Sie will andere Geschäftsbetreiber entlang der Hauptstraße dazu ermutigen, ebenfalls mitzuziehen – damit die Straße zur Fischerhochzeit "so richtig schön rausgeputzt" wird, wie sie es formuliert.
Ein geschmückter Straßenzug ist dabei mehr als Dekoration: Er trägt zur festlichen Atmosphäre des Fests bei und macht sichtbar, wie viele Tutzinger Geschäfte und Familien mit der Fischerhochzeit verbunden sind – nicht zuletzt durch Erinnerungsstücke wie die historischen Fotografien im Schaufenster der Frauensache, die einen Blick auf fast ein Jahrhundert Festgeschichte erlauben.
Wer die Schaufenster besuchen oder mit eigenen Ideen zur Straßendekoration beitragen möchte, kann sich direkt an Juliane Günzel von der Frauensache wenden, telefonisch unter 0171 5117606.

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