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Ein Signal aus Weilheim

Tutzinger Straßensanierung: Das Staatliche Bauamt zeigt sich für Änderungen gesprächsbereit

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Stau auf der Hauptstaße am Feitagnachmittag

Der Frust sitzt bei vielen Tutzinger Geschäftsleuten tief. Sie fürchten, dass der Ort durch die Sanierung der Hauptstraße von der Außenwelt gewissermaßen abgehängt wird. Solche Sorgen sind bei einem runden Tisch der Aktionsgemeinschaft Tutzinger Gewerbetreibender (ATGH) am Mittwoch offen geäußert worden, verbunden mit Befürchtungen, gerade das wichtige Weihnachtsgeschäft werde unter dicken Einbußen leiden. Darauf angesprochen signalisiert Silke Schweigler vom Staatlichen Bauamt Gesprächsbereitschaft. Sie habe Verständnis für die Sorgen der Tutzinger Geschäftsleute, sagte die Abteilungsleiterin für den Landkreis Starnberg, mit der wir nach der ATG-Versammlung gesprochen haben.

Unter den Tutzinger Gewerbetreibenden war der Ärger am Mittwoch verbreitet. Dem Staatlichen Bauamt komme es nur darauf an, dass Straße fertig wird: Solche Behauptungen wurden mehrmals erhoben. Was sonst in Tutzing geschehe, ob dabei Geschäfte pleite gingen, das sei der Behörde egal. Da widersprach Silke Schweiger energisch: „Das ist uns nicht egal!“ Man sei bemüht, die Kontakte zu halten und Informationen weiter zu geben.

Den Durchgangsverkehr aus Tutzing heraus halten will das Staatliche Bauamt tatsächlich, wie Schweigler bestätigte. Wegen der Bauabläufe sei das wichtig. Dabei verwies sie auch auf die Schwierigkeiten, alles „unter einen Hut“ zu bringen. Denn es gebe drei Bauherren mit unterschiedlichen Aufgaben – Bauamt, Gemeinde und Abwasserverband -, außerdem die „Spartenträger“ wie Deutsche Telekom oder Bayernwerk. Dennoch versicherte die Abteilungsleiterin: „Ich verstehe, dass es für die Gewerbetreibenden schwierig ist.“ Für die Bemühungen um Erleichterungen gerade in der Vorweihnachtszeit, um Tutzings Attraktivität als Einkaufsort zu stärken, klingt trotz aller Probleme Offenheit durch. Als Ansprechpartner sieht Silke Schweigler dabei die Gemeinde Tutzing, mit der es regelmäßige Kontakte gebe.

Konkrete Anregungen für Änderungen gab es unter anderem schon in Hinblick auf die Baustellenampeln, die zeitweise für lange Staus sorgen. Das ging bis zum Vorschlag, die Ampeln vor der Adventszeit abzuschalten. In dieser Hinsicht gab sich Schweigler zurückhaltend: Ohne Ampeln seien die Baumaßnahmen wegen der Verkehrssicherheit nicht möglich. Aber Änderungen schloss sie nicht generell aus. So würden die Ampeln bereits an den Wochenenden abgeschaltet.

Ein wichtiges Problem sehen Gewerbetreibende auch in den Beschilderungen. Hinweise wie „Erneuerung der Ortsdurchfahrt Tutzing“, etwa vor Garatshausen oder an der B2 vor der Abzweigung nach Diemendorf und Tutzing, werden förmlich als Aufforderung betrachtet, Tutzing zu meiden. Die Geschäftsleute befürchten deshalb erhebliche Umsatzverluste – gerade in der für sie wichtigen bevorstehenden Vorweihnachtszeit. Immer wieder sind in Tutzing Wünsche laut geworden, dass zumindest Zusatzschilder mit Hinweisen, dass die Tutzinger Ortsmitte mit ihren Geschäften trotz der Bauarbeiten gut erreichbar sei, angebracht werden sollten. Solche Wünsche seien ans Staatliche Bauamt bisher nicht herangetragen worden, sagte Silke Schweigler.

Alles in allem scheint eine Lösung, die allen Interessen gerecht wird, nicht unwahrscheinlich zu sein - so klingt das Signal aus Weilheim. „Wenn es um Verbesserungen geht, ohne dass die Bauzeit leidet und ohne das Mehrkosten entstehen, dann halte ich sie für möglich“, versicherte Silke Schweigler. Alle Betroffenen könnten auch per E-Mail unter der Adresse ortsdurchfahrt@tutzing.de Wünsche vorbringen.

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