Es war wie ein fünftägiger Rausch. Die Tutzinger Fischerhochzeit und die mit ihr verbundene Festwoche haben für große Anziehungskraft gesorgt und den ganzen Ort in ihren Bann gezogen. Überall sah man gut gelaunte Menschen. Die Verantwortlichen der großen Veranstaltung wurden von allen Seiten für den Riesenerfolg der ganzen Festwoche und der Fischerhochzeit beglückwünscht.
Von den Geschehnissen am Sonntag vermittelt dieses Video einen Eindruck:
37 Gruppen beim Festzug und viele Menschen am Straßenrand
Von der Schlossstraße bis zur Marienstraße zog sich der Festzug bei der Aufstellung. 37 Gruppen waren dabei - viele aus Tutzing und viele von auswärts, und alle prächtig gekleidet. Darunter waren die Tutzinger Gilde mit einem Wagenschiff, der G.T.E.V. "Würmseer Stamm" Diemendorf, die Musikkapelle Traubing, der Heimat- und Trachtenverein Bernried, die Blaskapelle Raisting, die Musikkapelle Pähl, die Alt-Schlierseer Trachtengruppe, die Musikkapelle Wielenbach, der G.T.E.V. "D'Würmlust-Stamm" Gauting, die Stadtkapelle Starnberg, der Trachtenverein "D'Donarbichler" aus Wörthsee und Musiker und Tanzgruppe der Realschule Tutzing.
Als sich der lange Festzug von der Schlossstraße bis zum Kreisverkehr und zurück bewegte, waren die Straßen überall von Menschen gesäumt, die mit sichtlichem Interesse alles verfolgten. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fuhr gemeinsam mit Tutzings Bürgermeister Ludwig Horn, seiner Frau Maria Horn Hörtrich und dem Starnberger Landrat Stefan Frey in einer Kutsche mit. Kurz zuvor war Söder auf dem Steg der Akademie für politische Bildung gewesen, wo das so genannte Sommerinterview des Fernsehsenders ZDF mit ihm aufgenommen wurde.
"Wären auf dem Seehof nicht öfter solche Veranstaltungen möglich?"
Die fröhliche Stimmung breitete sich übers ganze Ortszentrum aus. Die Straßen waren voller Menschen, die Angebote etlicher Standlbetreiber waren sehr gefragt. Tutzing war an diesem Wochenende ein einziges Fest, und überall konnte man begeisterte Kommentare hören: "So etwas bräuchten wir öfter." - "Könnte man die Hauptstraße nicht zur Fußgängerzone machen?" - "Wären auf dem Seehof nicht öfter solche Veranstaltungen möglich, solange es nicht bebaut ist?"
Ausgelassende Tänze am Abend im Festzelt
Am Sonntagabend brandete die Stimmung im Festzelt regelrecht auf. Da lief die Band WinTaStad, nachdem sie am Nachmittag eher gemütlich mit bayerischer Bierzeltmusik begonnen hatte, zu wahrer Höchstform auf und brachte einen Partyknaller nach dem anderen. Die Fläche vor der Bühne war voller ausgelassen Tanzender, viele andere standen auf den Biertischen.
Ein paar Mal krachte es laut durchs Zelt, weil jemand im Übermut abgestürzt war, aber es scheint nichts wirklich Gravierendes passiert zu sein. Im Großen und Ganzen ist alles gut abgelaufen. Die frisch Vermählten, Veronika Bierbichler alias Mara Bove und Michael Gröber alias Valentin Müller, dankten später offiziell ab. Über das ganze Wochenende hat Tutzing im Zeichen der historischen Geschichte über die Heirat zur Zeit Napoleons nach den Wirren des Russlandfeldzugs gestanden, die Josefranz Drummer aufgeschrieben hat und die in Tutzing alle paar Jahre aufgeführt wird.


Kommentar hinzufügen
Kommentare