„Light up!“ Das ist am Freitag dieser Woche das Motto der elften Tutzinger Lichterkette auf der Lindlwiese neben dem Rathaus. Beginn ist um 18.30 Uhr.
Diese Aktion, die über Tutzing hinaus für Aufmerksamkeit sorgt, war in den vergangenen zehn Jahren, immer Ende Januar, ein förmlich flammendes Plädoyer für Toleranz, Frieden, Demokratie und Menschlichkeit. Nun, im elften Jahr, soll sich die Veranstaltung in einem völlig neuen Format präsentieren.
Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Pfarrei St. Joseph Tutzing, der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Tutzing und der Gemeindeverwaltung Tutzing organisiert. In dieser Runde entstand die Idee, die Lichterkette neu zu beleben und ihr ein neues Gesicht zu geben. Dieses Team hat sich bereits seit November getroffen, um das neue Gesicht zu planen.
Durch den Abend führt Schauspieler Alexander Netschajew. Mitwirkende sind Direktor Udo Hahn von der Evangelischen Akademie, das Gymnasium Tutzing, die Benedictus-Realschule Tutzing, Create Schools, die Grund- und Mittelschulen Tutzing und Traubing, die Blue Notes, der Frauenbund Tutzing, Susanne Mössinger & Klaus Nagel, der Unterstützerkreis Tutzing, der Jugendbeirat Tutzing sowie beide Kirchengemeinden.
Angekündigt wird für die Lindlwiese eine „Challenge mit Lichtern und Feuerschalen“,. Weiter soll es Stände mit Punsch, Glühwein und Würsteln geben. Die Pfarrei St. Joseph bietet Glühwein und Würstl in der Semmel an, der Frauenbund Tutzing Suppe, und das Gymnasium Tutzing informiert an einem eigenen Stand.
Das neue Konzept sieht vor, dass die Aktion in die gesamte Gemeinde ausstrahlt. "Bürger sind aufgerufen, ihre Häuser und Fenster mit Lichtern und Botschaften zu schmücken", so die Gemeinde in einer Mitteilung. „Jeder kann zu Hause ein eigenes Fenster schmücken", sagt Bürgermeister Ludwig Horn.
An möglichst vielen Tutzinger Häusern soll am Freitag Licht gestaltet werden
Die Lichterkette stehe für Frieden, Freiheit, Demokratie, Hoffnung, Respekt, Glaube, Toleranz und Miteinander. Diese Werte seien heute mehr bedroht denn je, betonen die Organisatoren.
Die Aktion soll deshalb unter dem Motto „Light up!“ ein starkes Zeichen setzen: „Wenn Lichter erstrahlen, entsteht Wärme. Wenn Menschen zusammenkommen, entsteht Hoffnung.“ Das soll die Lichterkette sichtbar machen – auf der Lindlwiese und in ganz Tutzing - ein „gemeinsames Leuchten für Menschlichkeit, Zusammenhalt, Frieden und Werte einer Demokratie“.
Mit der Lichterkette will Tutzing ein sichtbares Zeichen für demokratische Werte setzen. Alle Bürger sind eingeladen, sich an der Veranstaltung zu beteiligen und durch ihre Teilnahme ein Statement für Zusammenhalt und Menschlichkeit abzugeben.
Anfangs war nach dem Beginn vor der katholischen Kirche St. Joseph eine Lichterkette vom Rathaus zum Kino, zur evangelischen Christuskirche und über die Hörmann- und die Kustermannstraße zurück zum Rathaus gebildet worden, wo jeweils die Schlusskundgebung stattfand. Als die Kette später immer mehr Lücken aufwies, ging man zu einem Lichterkreis auf der Lindlwiese über. In den vergangenen Jahren gab es, immer noch mit beeindruckenden Lichterbeteiligungen vieler Menschen, Kundgebungen vor dem Rathaus. An Ideen und Entwürfen für die „neue“ Tutzinger Lichterkette wird schon seit einiger Zeit gearbeitet.
Mehrere Fenster, so im Rataus und in der Pfarrei, sind bereits mit Motiven zu den Grundgedanken der Aktion gestaltet worden. Die evangelische Kirchengemeinde hat in der vorigen Woche mit einem Workshop „Licht gestalten - Schatten sehen“ Vorbereitungen getroffen. Die Organisatoren hoffen auf viele passende und am besten leuchtende Gestaltungen an den Tutzinger Häusern am Freitag.

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