„Light up!“ Das ist am Freitag dieser Woche das Motto der Tutzinger Lichterkette auf der Lindlwiese neben dem Rathaus. Beginn ist um 18.30 Uhr.
Diese Aktion, die über Tutzing hinaus für Aufmerksamkeit sorgt, war in den vergangenen zehn Jahren, immer Ende Januar, ein förmlich flammendes Plädoyer für Toleranz, Frieden, Demokratie und Menschlichkeit. Nun, im elften Jahr, soll sie in einer anderen Form stattfinden.
„Die Lichterkette bekommt ein ganz neues Gesicht“, sagte Bürgermeister Ludwig Horn kürzlich im Gemeinderat. Angekündigt wird für die Lindlwiese eine „Challenge mit Lichtern und Feuerschalen“, auch Stände mit Punsch, Glühwein und Würsteln soll es geben.
Vom zentralen Veranstaltungsort neben dem Rathaus soll die Aktion aber möglichst in den ganzen Ort hinein ausstrahlen – mit Lichtern, Bildern und Botschaften, die nach dem Wunsch der Organisatoren an den Häusern von den Einheimischen selbst gestaltet werden sollen. „Jeder kann zu Hause ein eigenes Fenster schmücken“, sagte Horn.
Wichtige Ziele werden auf einem Plakat zur Lichterkette aufgeführt: „Frieden, Freiheit, Demokratie, Hoffnung, Respekt, Glaube, Toleranz, Miteinander“. Diese Werte seien heute mehr bedroht denn je. Die Aktion soll deshalb unter dem Motto „Light up!“ ein starkes Zeichen setzen: „Wenn Lichter erstrahlen, entsteht Wärme. Wenn Menschen zusammenkommen, entsteht Hoffnung.“ Das soll die Lichterkette sichtbar machen – auf der Lindlwiese und in ganz Tutzing - ein „gemeinsames Leuchten für Menschlichkeit, Zusammenhalt, Frieden und Werte einer Demokratie“.
Anfangs war nach dem Beginn vor der katholischen Kirche St. Joseph eine Lichterkette vom Rathaus zum Kino, zur evangelischen Christuskirche und über die Hörmann- und die Kustermannstraße zurück zum Rathaus gebildet worden, wo jeweils die Schlusskundgebung stattfand. Als die Kette später immer mehr Lücken aufwies, ging man zu einem Lichterkreis auf der Lindlwiese über. In den vergangenen Jahren gab es, immer noch mit beeindruckenden Lichterbeteiligungen vieler Menschen, Kundgebungen vor dem Rathaus. An Ideen und Entwürfen für die „neue“ Tutzinger Lichterkette wird schon seit einiger Zeit gearbeitet.
Ein Fenster im Sitzungssaal des Rathauses ist bereits mit Motiven zu den Grundgedanken der Aktion gestaltet worden. Die evangelische Kirchengemeinde hat in der vorigen Woche mit einem Workshop „Licht gestalten - Schatten sehen“ Vorbereitungen getroffen. Rahmenprogramm bei der Kundgebung am Freitag auf der Lindlwiese werden viele Menschen aus Tutzing mit Musik- und Wortbeiträgen mitwirken, so aus der politischen Gemeinde und den Kirchen, aus den Akademien und aus den Schulen.


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