Am vergangenen Samstag startete das Kulturtheater vor ausverkauftem Haus und im Beisein von Landrat Stefan Frey und Tutzings Bürgermeister Ludwig Horn in die neue Spielsaison. Mit einem feierlichen Grußwort leitete Bürgermeister Horn den Abend ein und markierte damit den offiziellen Beginn der Veranstaltung.
In ihrer amüsanten Ansprache resümierte Lucie Vorlíčková, die erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, das erste Kinojahr und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Kinoengeln, Mitgliedern und Unterstützern. Das Kulturtheater Tutzing habe ein hartes, aber überaus erfolgreiches erstes Jahr hinter sich. Bereits nach zwölf Monaten sei es gelungen, im Herzen Tutzings einen Ort der Begegnung und Kultur auf höchstem Niveau zu schaffen.
Sie sagte jedoch auch offen, dass das Bürgerkino noch nicht über dem Berg sei. Im bevorstehenden zweiten Jahr gelte es, die Betriebsabläufe zu optimieren und den Vorstand und die Teamleiter durch weitere ehrenamtliche Mitwirkende zu entlasten. Sie bat die Mitglieder und Unterstützer, initiativ zu werden und aktiv mitzuhelfen, den Saal mit Besuchern zu füllen und weitere ehrenamtliche Mitwirkende zu finden: "Nur so wird es uns gemeinsam gelingen, das Bürgerkino dauerhaft in unserer Gemeinde zu verankern."
Ein unterhaltsamer Abend mit Uschi Glas
Die anschließende Vorführung des Films „Zur Sache, Schätzchen”, einer der größten Erfolge des Jungen Deutschen Films, würdigte eindrucksvoll das filmische Lebensgefühl der 1960er Jahre, das von einer pulsierenden Jugend- und Gegenkultur, Freiheit und Rebellion geprägt war.
Dank eines großzügigen Zuschusses der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg von 2500 Euro hat das Kulturtheater Tutzing nun eine eigene Kleinkunstbühne. Mit gr0ßer Unterstützung von Oliver Lopschat von der Firma Kunststück ist sie pünktlich zum Beginn der neuen Spielzeit fertig geworden.
Auf dieser Bühne führte der Filmhistoriker Friedemann Beyer im Anschluss an den Film ein interessantes Gespräch mit Ehrengast Uschi Glas, der Hauptdarstellerin des Films. Sie zeigte sich sympathisch und geduldig. Offen und unterhaltsam beantwortete sie sämtliche Fragen, berichtete von der Entstehung des Films und erzählte amüsante Anekdoten über die Dreharbeiten mit ihren Filmpartnern in Schwabing. Es war zu spüren, dass dies bei vielen Gästen im Publikum nostalgische Erinnerungen an die eigene Jugend im Schwabing der 1960er Jahre weckte.
Spannendes und vielseitiges Herbstprogramm
Der gemütliche und gesellige Ausklang beim Umtrunk im Kinofoyer bot den Gästen des Abends sowie Freunden, Nachbarn und Unterstützern des Kulturtheaters vielfältige Gelegenheiten zum anregenden Austausch und inspirierenden Gesprächen.
Das Kulturtheater ist zurück! Die feierliche Jahresveranstaltung war ein voller Erfolg und der Auftakt für ein spannendes und vielseitiges Herbstprogramm, auf das unser Publikum sich freuen darf.
Ein besonderes Dankeschön für diesen Abend
geht an:
Conny Schuster und unsere Back-Engel für die Köstlichkeiten und die kulinarische Begleitung des Abends
Elisabeth Hieronymus von der Buchhandlung Eselsohr für die Organisation der Signierstunde
und natürlich alle ehrenamtlichen Kinoengel, die den kleinen, aber feinen Betrieb des Kulturtheaters mit viel Herzblut und Engagement unterstützen und aufrechterhalten.
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