Gemeindeleben
10.6.2024
Von Lucie Vorlíčková

40 "Kinoengel" warten auf ihre Einsätze

Die dritte Säule des Bürgerkinos steht - Vielfältige und interessante Aufgabengebiete Die Autorin ist 2. Vorsitzende des Vereins Kulturtheater Tutzing

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Die Vorbereitungen für das Tutzinger Bürgerkino laufen bestens. Unerwartet viele künftige „Kinoengel“ kamen zum ersten Treffen derer, die sich ehrenamtlich im Verein Kulturtheater Tutzing engagieren möchten: Fast 30 Personen nahmen teil. Etwa zehn weitere hatten zuvor aus Termingründen ihre Teilnahme entschuldigt.

Damit geht es jetzt gut voran. Nachdem sich inzwischen 616 Bürger bereit erklärt haben, für das benötigte Startkapital zu spenden und/oder durch jährliche Mitgliedsbeiträge den Kino-und Kulturbetrieb finanziell zu unterstützen, ist jetzt mit rund 40 angemeldeten Ehrenamtlern der wichtige dritte Pfeiler für die Wiedereröffnung des Kurtheaters gut gesichert.

Der 1. Vorstand Alexander Netschajew berichtete zu Beginn des Abends kurz über die wichtigen Schritte, die der inzwischen gegründete Verein zur angestrebten Kino-Wiedereröffnung im Herbst inzwischen erledigen konnte. Wir haben dazu berichtet: Positives Signal vom Finanzamt Die Teamleiterin der „Kinoengel“, Elisabeth „Lissy“ Wohlfahrt, präsentierte dann, wie vielfältig und interessant die unterschiedlichen Aufgabengebiete im Kino-Alltag sein werden. Ihre Präsentation finden Sie unten am Textende.

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Viel Hilfsbereitschaft zeigte sich beim Informationstreffen: Bereits 40 "Kinoengel" haben sich für die ehrenamtliche Mitarbeit im künftigen Tutzinger Kulturtheater gemeldet, und viele von ihnen haben teilgenommen. Weitere Interessierte sind willkommen. © Alexander Netschajew
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Das Kassenteam bedarf der meisten Kinoengel

Der Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit wird beim Kassenteam liegen. Spiel- und damit hauptsächliche Einsatztage sind Samstag und Sonntag. Im Fall von Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen der Kinoleitung kann es auch an Donnerstagen und Freitagen zu Einsätzen kommen. Je Person - oder Paar - sollte mindestens eine „Kassenschicht“ im Monat übernommen werden. An Samstagen sind Vorstellungen etwa ab 12.30 Uhr geplant, an Sonntagen ab 10.30 Uhr. Drei Monate im Voraus sollte idealerweise die Besetzung feststehen, so dass es planbare Einsätze für alle gibt. Ein Tausch der Schicht ist jederzeit möglich, muss aber rechtzeitig selbst koordiniert werden. Das Kassenteam wird sich über eine eigene Whatsapp-Gruppe verständigen. Und natürlich: Es wird mehrere Schulungen im Kino geben und eine detaillierte Anleitung für die Aufgaben vor Ort. Keiner wird bei der ersten Schicht allein gelassen. Konkret mit der Einschulung wird es aber erst im Spätsommer oder Anfang Herbst losgehen können, wenn die Filmtechnik erworben und betriebsbereit ist.

Um detailliert über so eine Kassenschicht berichten zu können, hat Nadja Kramer zuvor unsere Kinofreunde im Kino Kochel, das ebenfalls von einem Bürger-Verein getragen wird, besucht. Sie erzählte aus der Praxis von ihrem „Schnupper-Lehrabend“ dort und erklärte die verschiedenen Arbeitsschritte vom Verkauf der Kinokarte über das richtige Herstellen guter Popcorn bis hin zum Starten des Filmes und vom Kassensturz-Machen sowie zwischendurch immer wieder mal, im wahrsten Wortsinn, durch den Kinosaal fegen. Zum Kinoalltag wird jedenfalls auch 14-tägig das Verteilen des Kinoprogramms, Flyern oder anderen Drucksachen gehören. Hier wird Angelika Beitzel alle „Flyer-Engel“ koordinieren.

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Das Kino-Engel-Team: (von links) Nadja Kramer, Elisabeth "Lissy" Wohlfahrt und Angelika Beitzel © Kulturtheater Tutzing

Und wen braucht das Bürgerkino noch?

Man kann auch ein „Back-Engel“ werden, wenn zum Beispiel einmal im Monat am Senioren-Nachmittag zum Film auch Kaffee und Kuchen angeboten werden soll. Oder ab und an „Häppchen-Engel“, wenn nach Sonderveranstaltungen in gastlicher Atmosphäre im Foyer und im Kinosaal Besucher miteinander bei einem Glas ins Gespräch kommen können. Ein Kollektiv von „Putz-Engeln“ wird ebenfalls gesucht, denn zum Wochenbeginn soll der Kinosaal blitzblank die Gäste empfangen. Und wer sich eher für die „besonderen“ Programmpunkte wie Lesung, Konzert und Filmgespräch interessiert, ist auch hier für die Veranstaltungsbegleitung herzlich willkommen. Ja und dann einfach ALLE, die ehrenamtlich helfen möchten und etwas können, von dem sie meinen, dass es dem Kulturtheater hilft. Bitte melden Sie sich unbedingt! Wer sich also den „Kinoengeln“ anschließen möchte, kann sich bei Elisabeth „Lissy“ Wohlfahrt melden unter: mitmachen@kulturtheater-tutzing.de.

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Vergrößern: Bitte anklicken

Und jetzt auch die rechtsgültigen Spenden- und Beitrittserklärungen abgeben

Bitte nicht die anderen zwei Säulen vergessen und jetzt dem gegründeten Verein die nun rechtsverbindliche Spenden- bzw. Beitrittserklärung übersenden: https://hexa.easyverein.com/public/KTT/applicationform/10156 oder besuchen Sie dazu die neue Homepage des Vereins: www.kulturtheater-tutzing.de.

Wer die Papierform benötigt, den bitten wir, sich das jetzt rechtsverbindliche Formular am Kino zu holen oder von der Homepage www.kulturtheater-tutzing.de als pdf herunterzuladen und dann ausgefüllt in den Kamera-Briefkasten am Kino einzuwerfen oder per Post an das Kulturtheater Tutzing, Kirchenstr. 3 zu senden. Wenn irgend möglich, bitten wir jedoch auch hier darum, das Formular vorzugsweise online auszufüllen und abzusenden. Der Vorgang dauert zwei bis drei Minuten und erspart der ehrenamtlichen Schatzmeisterin viel Verwaltungsarbeit.

Ende Juni werden wir alle neu eingegangenen rechtsverbindlichen Beitrittserklärungen mit den vorher eingegangenen Bereitschaftserklärungen abgleichen. Von Anfang Juli an werden wir weiter persönliche Rundschreiben versenden, unser Formular in Geschäften auslegen und regelmäßig Pressemitteilungen veröffentlichen, um alle registrierten Newsletterempfänger und alle weiteren Interessierten zu erreichen. Es werden also keine Unterstützer verloren gehen, die sich während der Kampagne „Tutzing macht Kino!“ gemeldet haben.

ID: 6878
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