Gemeinde
23.3.2026
Von vorOrt.news

Keine privaten Veranstaltungen im Ortsmuseum

Gemeinde berichtet über deutliche Zunahme

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Die Idee für das Tutzinger Ortsmuseum hatte Altbürgermeister Peter Lederer. Das frühere Schulgebäude am Thomaplatz wurde zu diesem Zweck in den Jahren 2008 bis 2010 restauriert. Finanziert wurde dies mit Spenden. Die Ausstellungsfläche des Ortsmuseums beträgt 85 Quadratmeter. Sie ist in drei Räume aufgeteilt. Auf ihrer Webseite schreibt die Gemeinde: "Dieser kleine Rahmen bietet einen Entdeckungsort für die Ortsgeschichte und für spezielle, ortsbezogene Ausstellungen. Wechselausstellungen beleben das Angebot." © https://tutzing.de/ortsmuseum/ Foto L.G.

Im Tutzinger Ortsmuseum sollen künftig keine privaten Veranstaltungen stattfinden. Das hat der Gemeinderat auf Bitte der Kulturreferentin und Vizebürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg beschlossen. Begründet wurde dies damit, dass private Veranstaltungen im Rahmen von Ausstellungen im Ortsmuseum in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugenommen hätten.

Nicht nur Finissagen zur Beendigung einer Ausstellung würden abgehalten, sondern auch Treffen der Helfer und andere Veranstaltungen, sagte Marcus Grätz, der Geschäftsleiter der Gemeinde. Auffallend waren zuletzt beispielsweise mehrere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung "Kampberg – mehr als eine Moorsiedlung", die die Initiative „Tutzing klimaneutral 2025“ mit großem Engagement organisiert hat. Diese Entwicklung führe zu einem erheblichen Mehraufwand der Verwaltung, so die Gemeinde, insbesondere mit Blick auf das Ortsmuseum als beliebter Trauörtlichkeit für Hochzeiten.

Im Gemeinderat führte dies zu kurzen Irritationen, nicht zuletzt wegen der Trauungen im Ortsmuseum. Sie seien keine privaten Veranstaltungen im Sinn des Beschlusses, bekräftigte Bürgermeister Ludwig Horn. Ein Verbot privater Veranstaltungen wäre schade, sagte Flora Weichman (Grüne). Dr. Thomas von Mitschke-Collande (CSU) bezeichnete es als selbstverständlich, dass private Veranstaltungen im Ortsmuseum mit der Gemeinde als dessen Eigentümerin abgestimmt werden müssten. Ein Verbot klinge aber so, als ob private Veranstaltungen dort unerwünscht seien.

Tatsächlich soll es kein komplettes Verbot privater Veranstaltungen im Ortsmuseum geben. Im neuen Beschluss wird zwar formuliert, dass sie „grundsätzlich“ nicht vorgesehen sind. Es wird aber hinzugefügt, dass Ausnahmen möglich seien – mit schriftlicher Genehmigung des Bürgermeisters oder der Geschäftsleitung. Zudem scheint auslegungsfähig zu sein, was eine private Veranstaltung ist. Dr. Joachim Weber-Guskar (FDP) bekräftigte: „Eine Finissage ist keine private Veranstaltung.“ Sie sei öffentlich und falle nicht unter den Ausschluss. Für standesamtliche Trauungen bietet die Gemeinde Tutzing das Ortsmuseum sogar ausdrücklich an https://tutzing.de/heiraten-in-tutzing/ - neben dem Sitzungsaal des Rathauses und dem Museumsschiff, das allerdings neuerdings für eine ganz andere Nutzung, nämlich als Jugendzentrum, im Gespräch ist. Charmant, wunderbar, kreativ, cool

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