Kurz vor Weihnachten sind die Darsteller der Tutzinger Fischerhochzeit 2026 vorgestellt worden - auch die des Brautpaars. In der Tradition der Fischergeschlechter Besonders engagiert bei der Organisation dieses großen Festes ist Florian Schotter. Er hat einen großen Wunsch: viel mehr Mitglieder als bisher beim Verein zur Förderung der Tutzinger Fischerhochzeit, dessen Vorsitzender er ist. Denn: „Angesichts der finanziellen Haushaltslage kann es die Gemeinde nicht allein stemmen.“
Nach neunjähriger Pause findet die Tutzinger Fischerhochzeit vom 22. Juli bis zum 26. Juli nächsten Jahres wieder statt. Die Veranstaltung gehört zu den bekannten historischen Schauspielen in Bayern. Die Vorlage stammt von Josefranz Drummer. Der frühere Gemeindebedienstete und Kreisheimatpfleger erzählt die Liebesgeschichte eines jungen Paares zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit vielen Details, die bei den Aufführungen aufwändig nachempfunden werden. Tausende Menschen aus nah und fern, die das Schauspiel besuchen, lassen sich dabei quasi in die Zeit des früheren Fischerdorfs Tutzing zurückversetzen. Hinzu kommt im nächsten Jahr erstmals ein umfangreiches attraktives Programm mit der Kabarettistin Luise Kinseher, der Band LaBrassBanda, Sašo Avsenik und seine Oberkrainern und vielen anderen. https://www.fischerhochzeit-tutzing.de/festprogramm Die Fischerhochzeit selbst ist am Sonntag der Höhepunkt, mit einem farbenprächtigem Umzug, aufwendig gestalteten Festwagen, originalgetreuen Trachten und einem liebevoll inszenierten Hochzeitszeremoniell am See.
Für fünf Fischerhochzeiten Zuschüsse von rund 100 000 Euro beigesteuert
Der 1992 gegründete Verein zur Förderung der Tutzinger Fischerhochzeit hat für fünf Fischerhochzeiten in den Jahren 1997, 2001, 2006, 2011 und 2017 ansehnliche Zuschüsse von rund 100 000 Euro beigesteuert. Darüber hinaus hat er wichtige Anschaffungen ermöglicht, von einer ungarischen Jagdkutsche über Biedermeier-Kleider bis zu Säbeln für die Soldaten, und er hat für Reparaturen von Fischerbooten gesorgt, die bei der Aufführung eine wichtige Rolle spielen.
Zurzeit hat der Verein nach Schotters Angaben etwas mehr als 200 Mitglieder. In einer Gemeinde mit fast 10 000 Einwohnern sei das nicht gerade viel, meint er. Neue Mitglieder seien deshalb willkommen. Der Jahresbeitrag sei mit 12,50 Euro nicht sehr hoch: „Das kann man sich schon leisten.“ Die meisten Mitglieder des Vereins zahlen auch etwas mehr, wie Schotter durchblicken lässt.
Die Idee für den Verein hatte 1995 Hubert Hupfauf, Schotters Vorgänger im Vereinsvorsitz. Wegen der hohen Kosten der weithin bekannten Tutzinger Traditionsveranstaltung hatte es zuvor Diskussionen gegeben, wie es weitergehen könne. Hupfauf, langjähriger Gemeinderat, Vizebürgermeister und Kulturreferent, sah den Verein als Möglichkeit, bei der Finanzierung der Fischerhochzeit Unterstützung zu leisten. Das ist seitdem gut gelungen, aber der Finanzbedarf ist bei der Veranstaltung im nächsten Jahr sehr groß.
Kontakt
Florian Schotter
Mobil 0160 96238830
E-Mail: tutzing@florian-schotter.de
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